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Mittwoch, 27. April 2016

Gewohnt am 3. April 1986

Das Zimmer in einer Aufräumphase.

Montag, 25. April 2016

Familie Nilgans: die erste

#älterwerden und die Konsequenzen

Dieses Jahr wird einer die Endlichkeit des Lebens so häufig um die Ohren geknallt, dass ich mir so meine Gedanken machte, was ich dazu schreiben könnte.
Dabei habe ich solche Themen im Kopf:
  1. Älter werden, Rollen spielen: Nicht meine Klasse
  2. Älter werden spielt keine Rolle im Lebensumfeld
  3. Älter werden, reifer werden: ausgerollt im Job ohne Berufung
Ich erahne Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Aber die Gedanken müssen noch reifen.

#älterwerden Anderswo

Scheint gerade so das Thema zu sein. Es werden schließlich alle älter. Frau Quadratmeter eröffnete auf ihrem Blog eine Blogparade mit dem Thema #älterwerden:
Wir alle werden älter und ich habe das Gefühl, dass dieser Umstand für viele Menschen ein Tabuthema ist oder zumindest etwas, das man gerne verdrängt. Das ist eigentlich erstaunlich (oder eben auch nicht), weil die zunehmende Vergreisung unserer Gesellschaft ein relevantes Thema ist, mit dem wir alle uns werden auseinandersetzen müssen. Ich möchte gerne wissen, was dieses Thema mit euch macht, welche Aspekte euch besonders beschäftigen, ängstigen oder worauf ihr euch freut. 

Texte zum #älterwerden

Lektüre, die ich mir über Twitter recherchierte:

Montag, 18. April 2016

Vor 7 Jahren: Wii-Traingsstart

Montag, 11. April 2016

Mittwoch, 23. März 2016

18 Jahre Schmuse- und Schnurrweltmeister


Am 12. März 2016 ist unser Kater gestorben. Er wurde 18 Jahre alt.
Er war unser Knotterhannes, unser König, unsere beleidigte Leberwurst, unser Schmusehannes und unser Freund.

Ich bin so dankbar, dass meine Frau und ich mehr oder weniger Kopfmenschen sind. Denn wir sprachen schon im letzten Jahr darüber, dass der Dicke irgendwann sterben wird und was wir dann tun werden. Dieses Gespräch half uns in der Zeit der absoluten Trauer und Verzweiflung zu wissen, was zu tun ist: wir haben ihn verbrennen lassen und ihn in einer Urne wieder nach Hause geholt.

Der Schock war groß als das Ende kam: Er war doch ein junger Kater. In meiner Trauerarbeit half mir, mir bewusst zu machen, dass er alt war (88 Jahre nach Menschenalter) und dass wir seit vier Jahren uns seiner Gebrechlichkeit und Krankheit sehr angepasst und ihn gepflegt hatten. Es war anstrengend, aber wir liebten ihn und taten es gern.

In meinem Herzen war und ist er immer der junge Kater geblieben. Er ist nicht gealtert. Er war das Normale. Deshalb "nahm" der Kleine zu, als er abnahm. Deshalb war der Kleine höchst abenteuerlich drauf, während der Dicke nur noch schlafen wollte. Er war die Benchmark.
Aber er war nicht normal. Nie.
In der Krankheit nicht - siehe unten stehende Auflistung.
Und in seinem Verhalten nicht: ich habe noch nie eine Katze erlebt, die so gern schmuste. Die kein Problem darin sah, wenn er heftig von uns durchgeknuddelt wurde. Und der bei der kleinsten Berührung das Schnurren anfing.

Wir haben jeden Tag mit dir genossen.
Wir danken dir für deine Zeit mit uns.
Unser König.
Nestor.





Seine Krankheitsgeschichte:

  • Gleich zu Beginn im ersten Jahr 1998 gab es ein Thema mit Erbrechen und er musste eine Paste einnehmen
  • 22.04.2005 wurde ich das erste Mal von ihm gebissen
  • Irgendwann 2005/2006 konnte er keine hohen Möbel mehr hochspringen
  • Ende 2007 wurde eine Herzkrankheit bei ihm festgestellt und er musste abnehmen
  • er wurde kunkelig, manchmal meinten wir, er sei dement
  • seit ca. 2011 war er unrein.  Wir begannen, Möbel abzudecken und alles vom Fußboden gleich zu entfernen
  • 08.12.2011 wurde ich das zweite Mal von ihm gebissen
  • 2012 wurde er wegen Durchfall untersucht. Er musste Diätfutter fressen. Das mit dem Durchfall war immer wieder Thema.
  • März 2016 wollte er gehen und wir ließen ihn.

Mittwoch, 2. März 2016

Thema Lebensfreude

Im Brief an B. vom 01.03.1990 (nie abgeschickt)


Vor 27 Jahren wurde ich von einer Ärztin zum nächsten Arzt gereicht. Keiner dieser Fachmenschen sprach mit mir. Ich wusste nicht, warum ich unentwegt Termine wahrnehmen musste. Bis der Augenarzt im Termin zur Besprechung des Ergebnisses meiner Gesichtsfelduntersuchung mir mitteilte, dass die Überweisungen mit dem Verdacht auf Multiple Sklerose begründet worden seien. Und so schrieb ich an B.:
Die Ärzteschaft verdächtigt mich einer ZNS-Erkrankung. Der Augenarzt vermutete im letzten Jahr (das teilte er mir jetzt erst mit!) sogar MS, was er aber in dieser Woche zurücknahm. Für seinen Bereich zurücknahm. Die Neurologin ist dagegen nicht sehr kooperativ. Sie will unbedingt, daß ein SSEP und ein VEP an mir ausprobiert wird. Ich bin begeistert! Besonders da ich weiß, daß das SSEP schmerzhaft sein soll.

Können die mich nicht einfach in Ruhe lassen? Ich kann das in mein Leben integrieren, daß ich ab und zu vom Schreibtisch wegfalle und für fünf Minuten nicht da bin, anschließend mit rasenden Kopfschmerzen erwachend. Und daß ich ab und zu anstatt Schmerz nur Kälte verspüre, ist doch praktisch.
Lebensfreude!
Ich hoffe jetzt leicht, daß es "nur" eine verschärfte Form von Migräne ist.
Jetzt wiederhole: Lebensfreude.
ZNS = Zentralnervensystem
SSEP = Somatosensibel evozierte Potentiale (Link geht auf wikipedia)
VEP = Visuell evoziertes Potential (Link geht auf wikipedia)


Sonntag, 20. Dezember 2015

Mit Carol ist endlich ein Lesbenfilm im Mainstream-Kino angekommen... Moment!

Es braucht eine Highsmith, einen Haynes, eine Blanchett, eine Mara, damit ein Lesbenfilm einmal ganz großes Kino im Mainstream wird. Es ist diese hochkarätige Mixtur, die diesen Film ermöglichte: die ausgezeichnete Autorin Patricia Highsmith, der ausgezeichnete Regisseur Todd Haynes und die ausgezeichneten Schauspielerinnen Cate Blanchett und Rooney Mara und das gebildete Heteropublikum freut sich, mal einen tollen alternativen Film anschauen zu dürfen.

Zum Inhalt

Es ist Anfang der 50er Jahre. Therese (Rooney Mara) arbeitet über Weihnachten in der Kinderspielabteilung eines Kaufhauses. Eines Tages bedient sie Carol (Cate Blanchett), die sich gerade von ihrem Mann scheiden lassen will und um das Sorgerecht für ihre Tochter kämpft.

Meine Kritik

Fangen wir mit der vielbeschworenen Visualisierung der 50er Jahre an. Zu sehr verweilte und schwenkte die Kamera auf die Ausstattung der 50er. Jedoch sah alles so aus, als käme es aus der Zeit und ist bis zum Film gealtert: die Tapeten waren vergilbt, die Puppen sahen gebraucht und auch schon 60 Jahre in Aufbewahrung aus. Die Menschen wirkten in ihren Kostümen verkleidet. Die meisten Männer jedenfalls sahen aus, als würden sie nicht in die Wäsche passen und/oder sich nicht darin wohlfühlen.

Sowieso der Stellenwert im Film, der den Männern zukam. Im Buch zeigte Highsmith auch Thereses Bezug zu den Frauen um sie herum. Sie war jung, ohne viel Erfahrung, am Beginn ihrer beruflichen Karriere, aber fähig.
Und sie hatte schon sexuelle Erfahrung gemacht: im Buch wird darüber gesprochen, dass sie mehrfach Sex mit Richard, im Film dargestellt von Jake Lacy, hatte. Richard, der sie heiraten wollte, der mit ihr nach Europa reisen wollte, den sie aber nicht liebte. Die sexuelle Erfahrung war die Folie vor dem die Erfahrung mit Carol lag: alles machte mehr Sinn, traf sie tiefer, was Therese mit Carol erlebte. Schon früh hatte sie für sich festgestellt, dass sie in Carol verliebt ist.
Im Gegensatz zum Buch wurde Therese im Film nur als die Unentschiedene, Unsichere ohne Erfahrung jeglicher Art, sei es beziehungstechnisch oder beruflich, inszeniert. Alle konnten mit ihr machen, was sie wollten. Und es wirkte fast so, als käme der lesbische Sog nur von Carol, nicht auch von ihr.

Der Film schwächelte in der Darstellung der Anziehung beider Frauen. Zwei europäische Filme, die auch in den 50er Jahren spielen: Entre Nous (F, 1983) und Between two women (GB, 2000) zeigen das weibliche Begehren besser und intensiver. Da ist es Haynes nicht gelungen mir, der Lesbe mit so einiger Lesbenfilm-Kuck-Erfahrung, dieses Begehren glaubhaft zu zeigen.

Dennoch stach für mich Mara in der Darstellung der Therese überall positiv hervor. Sie war eine hervorragende Therese. Blanchetts Leistung wurde besonders stark, als Carol ihren Monolog vor den Scheidungsanwälten und ihrem Mann führte und zu sich und ihren Gefühlen für Therese stand.

Und dann der Schluss, die Blicke, die verstehend, fordernd, lächelnd ausgetauscht wurden: es wird ein Happy End. Die Zuschauerin genießt den Moment des kommenden Happy Ends und der Film wird schwarz. Einfach so. Ende. So endet auch das Buch, Carol und Therese sehen sich an und Therese geht auf Carol zu. Aber wir können noch Thereses Statements lesen, dass es immer Carol sein wird, egal wo, egal wie.

Resümee

Endlich nach über 60 Jahren seit Veröffentlichung des Buches "The Price of Salt" von Patricia Highsmith (damals noch unter Pseudonym) und nach 10 Jahren der Filmvorbereitung kam die langerwartete Verfilmung eines Lesbenklassikers heraus. Da schmerzen der Lesbe die Beteuerungen der Macherinnen in den Medien, das Thema sei universal, der Film sei ein Liebes-, KEIN Lesbenfilm.
Das ist eben nicht wahr. Die Geschichte funktioniert nur, weil zwei Frauen sich in einer Zeit ineinander verlieben und begehren, in der es auch für Frauen gesellschaftliche Ächtung und Verluste bedeutete. Im Film verfolgten wir, was Carol alles tun musste, um im Kampf um das Sorgerecht für ihre Tochter doch noch eine Chance zu erhalten: nach der Entdeckung ihrer lesbischen Liebesgeschichte ließ sie Therese los und unterzog sich psychiatrischer Behandlung. Ihre Eigenschaft als gute Mutter wurde von der Umwelt in Frage gestellt. So ein Inhalt kann und muss auch einem Heteropublikum zugemutet werden.

Carol ist ein Lesbenfilm, schaut ihn euch an!

  

Carol
Laufzeit: 1 Std. 58 Min.
Kinostart: 17. Dezember 2015
Regie: Todd Haynes
Mit Cate Blanchett, Rooney Mara, Sarah Paulson

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Mal Seh'n Carol zur L-Film-Nacht

Warten vor dem Filmereignis


Ich bin im Mal Seh'n-Kino und trinke ein großes Glas Rotwein. Fast zu groß und gefällig für meinen Geschmack. Aber so ist die Lokalität: gemütlich und nicht überteuert.
Ich weiß, dass ich auch zu meinen Single-Zeiten hier im Kino war. Vor 100 Jahren. Vor Ewigkeiten.
In knapp einer Stunde geht es los. Wie voll es werden wird, wird sich zeigen.

Carol: die Rezensionen überschlagen sich in positiver Kritik. Carol sei ein Oscar-Anwärter. Carol, der 10 Jahre auf die Fertigstellung des Filmes warten musste. Carol, der Film, dessen Buch vor über 60 Jahren für die Homos, Männer wie Frauen, Leben bedeutete. Alles ist anders. Bemerkenswert war die FAZ-Rezi, die Carol als die Verführerin, die Jägerin beschreibt. Alles geschieht mit Absicht bei ihr. Das arme und viel jüngere Haserl, Therese, hat gar keine Chance gegen sie.

Was die Blicke und die Stimmung in der Carol-Verfilmung angeht, so erinnerten mich die Ausschnitte auf Youtube ganz stark an Entre Nous, der ja leider ohne die Erfüllung durch Sex auskommen muss, aber deshalb erst recht so schön anzusehen ist. Sublimation. Und die Blicke und das Sich-Aneinander-Anlehnen sprechen tausend Bände. Die Stimme der Tochter (Regisseurin) aus dem Off tut der Fantasie ein übriges: die beiden Frauen lebten natürlich zusammen. Es ist kein wirklicher Lesbenfilm, aber äußerst sehenswert für mich als Lesbe.

Was Carol angeht, habe ich nun das Hörbuch auf  CD gebrannt, damit ich damit einschlafen kann. Die Stimme der britischen Sprecherin gefällt mir besser als die amerikanische, obwohl Carol doch in den USA spielt. Ostküste, New York, da ist der amerikanische Slang Zuhause.

Es kommen viele Filmgäste. Ich muss den Wein bald geschafft haben. Es wird, es ist Viertel vor 9.

Getwittert zu diesem Filmereignis















Dienstag, 20. Oktober 2015

Buchmesse 2015: Quickies

Zum Abschluss noch schnell diese kleinen Momente meines Buchmesse-Besuches.

* * *



15 Minuten bei dieser Veranstaltung zum Selfpublishing erhellten mich ungemein:


 
* * *

Das erste Mal zur Buchmesse besuche ich den Pavillon des Gastlandes.



* * *
Ich notierte:
Verstehe grad gar nicht, was die liebe Frau Dini alles erzählt. Weil sie spricht indonesisch und ich habe keinen dieser Kopfhörer für Simultanübersetzungen auf. „Chance auf Glück“ habe ich nun verstanden. Aber das lag daran, dass die Moderatorin deutsch spricht. Aber Frau Dini beeindruckt mich. Durch Selbstlesen sei sie zum Schreiben gekommen. Heute würden junge Autorinnen in ein Workshop gehen, um Schreiben zu lernen.

Frau Dini ist rechts im Bild.
 
* * *
Den Film nahm ich am Mittwoch auf:

Montag, 19. Oktober 2015

Buchmesse Tag 4:
Im Netz zur Lesenacht

Der Samstag ist so ein bisschen mein Buchmesse-Angstgegner. Samstag wird die Teilnehmendeanzahl um das dreifache potenziert. Schon die Tage davor ist die Messe gut gefüllt. Am Wochenende sind plötzlich alle auf den Rolltreppen, den Eingängen, vor den Ständen. Deshalb muss es etwas ganz Großartiges sein, das mich auf das Messegelände lockt. Da ist die Abendveranstaltung im LSKH dann eher ein Heimspiel.

Zwischen Feuilleton und Haul.
Literaturrezensionen 2015

Ich schreibe im Web. Das war mir Anlass genug, mir die tolle Veranstaltung mit den fünf Menschen (Felix Wegener, Wibke Ladwig, Stefan Mesch, Nora Gomringer, Jan Drees) auszuwählen. Ich kann schon resümierend für die Veranstaltung sagen: es macht Sinn im Web zu rezensieren. Nur so können sich Lesende abseits der Literaturwerbung ein Bild von Buch, Comic etc. machen.
 v.l.n.r.: Felix Wegener, Wibke Ladwig, Stefan Mesch, Nora Gomringer, Jan Drees

Es ist schön zu hören, dass das Netz den längeren Atem und längeren Nachklang im Gegensatz zu den anderen Medien habe, bei denen es Wellen gäbe: Mal ist das interessant und wichtig und mal etwas anderes. Im Netz dagegen könnten sogar Uralt-Sachen besprochen werden. Das geht bei den Traditionsmedien nicht.

Diesen Aspekt fand ich spannend: Journalisten würden versuchen, anhand des Buches eine eigene Geschichte zu erzählen.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde von Felix Wegener Zettel verteilt. Er bat darauf zu notieren, welches Wort mit der Literaturkritik die einzelnen verbinden. Am Ende kam folgendes heraus: Jan Drees mag die Freiexemplare, die er als Rezensent bekommt. Okay, das ist nicht das Einzige. Weil einher mit den Exemplaren gehe die Verpflichtung zur Rezension. Nora Gomringer mag die Vielstimmigkeit durch das Web und weist darauf hin, wie wichtig auch die Übersetzungsarbeit ist. Sehr häufig würde ja nicht das Original, sondern die Übersetzung gelesen und die müsste ebenfalls literarische Kunst vorweisen. Stefan Mesch sieht sich als Vortester resp. Vorkoster: "Ich lese Bücher, damit ihr diese nicht lesen müsst."

 

Frauenbilder in den Netzmedien.
Orbanism-Dialog

Es gab drei Gründe, diese Veranstaltung zu wählen. Zwei Gründe sind schon im Titel der Veranstaltung enthalten: Frauen und Netz. Der dritte Grund ist Antje Schrupp. Okay. Es gibt in meinem Leben so ein paar Menschen, die können fast alles schreiben resp. sagen, ich kann dem zustimmen. Meistens. Einer ist Paul Watzlawick. (Okay. Ich bin ein Nerd.) Und der andere ist Antje Schrupp.

v.l.n.r.: Antje Schrupp und Christiane Frohmann
Und so konnte ich bei dem Dialog von Christiane Frohmann und Antje Schrupp immer nur bestätigend den Kopf nicken. Beide Frauen sagten so kluge Sachen, z.B. auch zu Selfies: Der Wunsch, sichtbar zu sein, sei ein guter. Es solle mehr Frauenbilder im Web geben, die Frauen selbst machten und einstellen. Das Frauenbild solle nicht den Medien überlassen werden. Es brauche viele Bilder, um das Durchschnittsbild zu erhalten. Und dann aber auch mal mit Absicht das unvorteilhafte Bilder einstellen, um eben nicht den Erwartungen zu entsprechen.

 

Lesbisch-schwule Lesenacht im LSKH

Das ist jetzt ein absolutes Novum, dass ich von diesem Ereignis berichten kann. Nach Jahren der Teilnahme an der Buchmesse brach ich in diesem Jahre das erste Mal meine Tradition der Abstinenz und besuchte meine erste Lesenacht. Und dabei war gleich alles ganz anders: statt im Erdgeschoss, fand die Lesung im ersten Obergeschoss statt. Dort ist die Akustik besser. Was an diesem Abend relativ war, aber darauf komme ich später zurück.
Es lasen folgende Autorinnen und Autoren:

Ina Steg: Alles nur Kulisse
Jan Stressenreuter: Haus voller Wolken
Regina Nössler: Endlich daheim (PDF)
Jannis Plastargias: RotZSchwul
Ulrike Helmer las für Mirjam Müntefering: ANDERS GEHT IMMER
Nach der Halbzeit stand für mich fest, dass ich mir womöglich *uijuijui* das erste Mal absichtlich ein Buch eines schwulen Autors kaufen werde. Der Inhalt von Jan Stressenreuters neuem Buch hat mich sehr berührt. Es geht darin um Alzheimer und was die Krankheit einer langjährigen Beziehung abverlangt.
Ein Büchertisch.
Abspann
Okay, warum war die Veranstaltung im 1. OG und warum war die dortige gute Akustik für mich relativ? Zeitgleich zur Lesenacht, war das Erdgeschoss des LSKH an eine Frau, die eine Geburtstagsfete mit Konzert schmiss, vermietet. Das Lustige dabei war, dass für den Toilettengang stets in den Partyraum runtergegangen werden musste. Macht nicht wirklich Spaß, diese Nebengeräusche bei der Lesung aushalten zu müssen. Deshalb bin ich dann zur Halbzeit der ansonsten sehr schönen Veranstaltung gegangen.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Buchmesse Tag 3:
Die Wölfin ruft

Schon Tradition zur Buchmesse hat die Einladung der Ylva-Verlag-Verlegerin, Astrid Ohletz an Freundinnen, Lektorinnen und Autorinnen des Verlags.

Eine Ylva-Leserin.


Ich bewundere sehr die Arbeit der engagierten Frauen in und um den Ylva-Verlag. Alle Beteiligten möchten sehen, dass eine Idee umgesetzt wird, nämlich mehr Wohlfühl-Literatur für Lesben. Der Verlag kann dabei einigen Erfolg vorweisen.


Bücher beispielhaft. Bisher sind 171 Bücher herausgebracht worden. Ylva verlegt Bücher in englischer und in deutscher Sprache.


Samstag, 17. Oktober 2015

Buchmesse Tag 2:
Frauen und Bücher
und BücherFrauen

Nachdem ich mich entschieden hatte, keinerlei Veranstaltungen mit Simultanübersetzung zu besuchen, hatte ich zum Donnerstag plötzlich nur noch zwei Veranstaltungen, die ich besuchen wollte. Wobei die zweite Veranstaltung getauscht wurde mit der Folgeveranstaltung der BücherFrauen.

Indonesische BücherFrauen im Gespräch

Wie fast überall auf der Welt wurde auch auch für die indonesische Buchbranche festgestellt: mehrheitlich arbeiten als "Editor" viele Frauen, aber im Management sind es wieder nur Männer.

Links: Laura Prinsloo, Verlegerin Kesaint Blanc Publishing; Mitte: Moderation: Ziphora Robina, Journalistin; Rechts: Kartini Nurdin, Geschäftsführerin Yayasan Pustaka Obor Indonesia
Das Einkommen in der Buchbranche sei niedrig, deshalb sei es nicht interessant für Frauen. Auf der anderen Seiten könnten deshalb Frauen länger im Unternehmen bleiben. Aber, wie gesagt, sie steigen nicht auf. Es gäbe viele Freundschaften am Arbeitsplatz, deshalb bleiben sie länger, weil sie bei der Arbeit mehr Spaß hätten. Durchschnittliche Verweildauer im Verlag 5 Jahre mindestens. Die Frauen teilen die Leidenschaft für das Thema und die Arbeit.

Frauen würden unterschätzt werden, weil sie Frauen seien. Die Einstellungsvoraussetzung sei Können nicht Herkunft oder Geschlecht beschreibt Laura Prinsloo das Einstellungsvorgehen.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob Frauen einen Vorteil hätten, kam die Antwort von Kartini Nurdin: Sie seien besser im Überzeugen. Es ändere sich viel in Indonesien. Frauen hätten einen großen Anteil daran.

Bücherfrau des Jahres 2015: Frauke Ehlers

Laudatio gespickt mit allen Adjektiven,
die die BücherFrauen
über die Geehrte zu sagen wussten.
Die BücherFrauen feierten ihr 25-jähriges Bestehen. Zuvor zeichneten sie die Bücherfrau des Jahres aus. Ich war platt, was Frauke Ehlers so alles geleistet hatte. Denn ihre Laudatorin, Silke Weniger, erzählte deren ganzen beruflichen und Vereins-Lebenslauf auf.
Frauke Ehlers bedankt sich für die Ehrung.


Eigentlich familiär buchtechnisch vorbelastet, arbeitet Ehlers nicht in der Buchbranche. Dennoch ist sie fast von Beginn bei der Vereinsarbeit mit dabei.  

Weitere Infos:

 

25 Jahre BücherFrauen: Die Party

Wie sich die Frauen des Vereins verhielten, was sie zeigten und taten, führte bei mir dazu, das große Wort Affidamento zu twittern. So stelle ich mir Wertschätzung von Frauen vor. Ich nehme an, dass auch hinter den Kulissen hoffentlich heftigst und ertragreich gestritten wird, aber für mich sah es an diesem Donnerstag so aus, als hätten alle ein Ziel und darauf wird hingearbeitet. Und richtig: Ich kann im Web die Acht Leitsätze finden, auf die sich die BücherFrauen für ihre Arbeit geeinigt haben.

Zum 25. Geburtstag gab es Kuchen und es wurde mit Sekt angestoßen. Ich blieb für ein Glas. Vielen Dank für Einladung.

Weitere Infos:

Freitag, 16. Oktober 2015

Buchmesse Tag 1:
Sklavisches Tabu

Ich hatte mir meine Termine für die Frankfurter Buchmesse 2015 hoffnungsvoll zusammen gestellt. So sollte ich einen guten Plan haben, wie die Messe für mich ablaufen sollte. Dass es dann anders kam, begründet sich auch mit den Erlebnissen des ersten Tages.

Alleine noch auf die Veranstaltung wartend schrieb ich:
Open Stage ist etwas kalt. Ich hoffe, das Gespräch dauert nicht gar zu lang. Auf der Leinwand zeigen sie Vorschauen zu diversen Kinderfilmen. Es tönt laut aus den Lautsprechern. Ich warte auf Sklave des Geschlechts? Ich glaub, bei dem Wetter kommen nicht so viele hier nach draußen. Hab ich schon geschrieben, dass es regnet? Ich bin tough. Sitze hier. Es zieht.
Natürlich.
Es tropft.
Unaufhörlich.
Der Atem bildet Nebel. Außergewöhnlich.
Fein. Ich bin die einzige Hörerin. Und die Presse ist auch da.

Sklave des Geschlechts? Zwischen freiem Willen und genetischer Prägung

Letztendlich waren ein paar mehr Leute da, die sich für das Thema interessierten. Gutmütig geschätzt vielleicht 20 Personen.

Auf dem FR-Panel sollten eine Anthropologin, ein Hirnforscher und eine Transgender-Aktivistin mit Bascha Mika diskutieren. Der Hirnforscher entpuppte sich als Evolutionsbiologe Thomas Junker und die Transgender-Aktivistin war der Travestie-Künstler Jutta P alias Jürgen Peusch („Gerdas Kleine Weltbühne“), die Anthropologin blieb Anthropologin, Ingelore Ebberfeld.  

v.l.n.r.: Bascha Mika, Thomas Junker, Ingelore Ebberfeld und Jutta P alias Jürgen Peusch

Ich höre etwas von Sonderbegabungen der Geschlechter und fremschäme mich unentwegt. (Die wollen akademisch gebildete Leute sein?) Es werden Klischees bedient - hier mal nur dieses eine: Frauen seien für Sprache talentierter und Mathe sei für Männer einfacher. Der Gesellschaftseinfluss wird in der Diskussion immer wieder zurückgedrängt. (Was habe ich mir bei diesem Thema nur gedacht?)

Dann überraschte mich die Anthropologin mit folgendem Statement: wenn schon ein schlechter Mann auf dem Posten säße, so könne das bei einer 50:50-Verteilung auch gern eine schlechte Frau sein. Ich lasse diese Veranstaltung jetzt mal so positiv beendet beschrieben.

Andere und weitere Infos zum Panel finden sich auf fr-online.de: Sexualität lässt sich nicht umstellen


T(r)opical Issues: Women and Taboo

Für diese Veranstaltung durfte ich das Forum mit dem Indonesien-Pavillon aufsuchen. Der Ort war beeindruckend. Für die Veranstaltung selbst wurde ein Kopfhörer für die Simultanübersetzung benötigt. Meiner war leider an einer Seite kaputt, so dass mir die Hörer immer wieder von den Ohren rutschte.

v.l.n.r.: Intan Paramaditha, Oka Rusmini und Moderatorin
 Intan Paramaditha, Autorin von Spinner of Darkness & Other Tales und Oka Rusmini, Autorin von Erdentanz berichten über ihr Schreiben in der indonesischen Gesellschaft.

Das Label „Schriftstellerin“ schränke ein. "Frau" würde mit "Sex" gleichgesetzt. Diese Vorstellung, sie könne nur über Sex schreiben, verhindere, dass unterschiedliche Blickwinkel eingenommen würden. Sie schrieben auch über Genderfragen und Sexualität, Sexualität und Religion.

Am Ende fragt die Moderatorin, ob die beiden Autorinnen auch Diskriminierung, Anfeindungen, Anmache erfahren hätten. Ich hab nicht alles verstanden, aber so im großen und ganzen verneinten sie es. Außer, naja, diese Gleichsetzung von Frau mit Sex. Dann fragt die Moderatorin ins Publikum, ob es noch Fragen gäbe. Woraufhin ein Typ sich meldet. Ein älterer Typ. Spricht indonesisch. Er fängt an kundzutun, dass ja noch im 19. Jahrhundert die Frauen auf Bali barbusig unterwegs gewesen seien. Wie sie sich fühlen würden, wenn sie das heute noch müssten. Oka Rusmini antwortete lange. Leider gab es bei der Simultanübersetzung Probleme, so dass ich nicht genau mitbekam, was sie sagte.

Dann fragte die Moderatorin wieder: Noch Fragen? Dem Typ muss die Antwort nicht wirklich gefallen haben oder er wollte die Frauen noch mehr beschämen und fing wieder das Thema mit der Barbusigkeit an. Diesmal mit neuer Einleitung, heißt anderes Jahrhundert. An den Reaktionen der Autorinnen war abzulesen, dass ihnen das gar nicht gefiel. Aber dann kam von der Erdentanz-Autorin eine geniale Reaktion: Sie werde diese Frage nicht beantworten.

Es war grandios. Genial. Ich würd gern wissen, was durch ihren Kopf gegangen ist, als die Frage schon wieder gestellt wurde. Schließlich hatte sie vorher schon lange und breit geantwortet ohne auf den sexuellen Aspekt oder die Erniedrigung, was der Typ wohl erwartete, einzugehen. In ihrer Antwort ging es um Freiheit. Politik. Selbstbestimmung. Aber nicht um Sex.

Resümee vom Mittwoch, dem ersten Buchmesse-Tag

Draußen geht bei diesem Wetter gar nicht.
Und Kopfhörer mit Simultanübersetzung ist schwer gewöhnungsbedürftig.
Ich habe alle Veranstaltungen, die andeuteten, dass Simultanübersetzung gemacht werden müsste, von meiner Veranstaltungsliste gestrichen.

Freitag, 1. Mai 2015

Erinnerungen an eine Lesbenaktivistin

Hanneliese ist jetzt fast schon 10 Jahre tot. Ich weiß nicht, wann sie genau verstorben ist. Ich weiß nicht, wann sie geboren wurde.
Geschichte kann nur von unseren tradierten Erinnerungen leben. Deshalb hier meine Erinnerung an diese engagierte Frau aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Ich lernte Hanneliese 1987 aus den Augenwinkeln kennen. Ich hörte davon, dass sie die Frau war, die die Lesben-Ralley in der Dreieich-Region organisierte. Sie war auch Vermieterin eines Hauses:
Sie bemalten Geldscheine mit der doppelseitigen Axt. Einige sprachen von Kursen, die sie besucht hatten. Eine redete von Wohnungsvermietungen. Erst kam ein Mann. Schaute sich die Wohnung an, war mit allem einverstanden und stellte schüchtern die Frage: "Darf ich mit meinem Freund hier einziehen?" Kurz darauf kam eine Frau für eine andere Wohnung mit einer ähnlichen Frage. Und die alles erzählte, meinte: "Na, dann immer rein in die gute Stube."-"Wenn die wüßten, was die für eine Vermieterin kriegen!" sagte eine andere.
Quelle: Tagebucheintrag vom 25. Juli 1987 zum Besuch der Schönen Müllerin in Frankfurt am Main am 24.07.1987
Später traf ich sie wieder in der Mittwochsrunde, einem Lesbengesprächskreis in der Frankfurter Frauenschule. Ich war mit dabei, als wir, ca. 10 Frauen, uns am 30.04. und 29.05.1989 bei ihr Zuhause trafen, um über die Möglichkeit eines festen Lesbenortes und einen Frankfurter Lesben-Verein zu diskutieren. Im Mai 1989 rief sie mich an, ob ich mit ihr mit nach Bonn fahren wolle, um bei der BAG Lesbenpolitik der Grünen mitzumachen. Bei der BAG trafen sich viele Lesben, die in der Szene Rang und Namen hatten: Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, politisch Aktive.
Im November 1989 wurde der Verein LLL e.V. gegründet.
Das Lesbisch-Schwule Kulturhaus in Frankfurt lag Hanneliese sehr am Herzen. Um politischen Druck zu machen, wurden immer wieder Aktionen gemacht. So auch am 07.10.1990 als die Vereine LLL e.V. und Emanzipation e.V. eine Soiree unter dem Titel "Den Warmen, Schönen, vom anderen Ufer" vor dem geplanten, zukünftigen LSKH veranstalteten.
Den Warmen, Schönen, vom anderen Ufer (Diashow, Dauer 3:06)
Album auf Flickr

Als der Ort für uns geschaffen war - das Kulturhaus konnte bezogen werden-, nutzte sie ihre Vernetzung, um z.B. mit Rednerinnen von der BAG Lesbenpolitik zu Veranstaltungen wie am 27.09.1991 "Ehe auch für Lesben? Rechte für lesbische Lebensgemeinschaften heute und morgen" einzuladen.
Da ich damals im Verein LLL e.V. ehrenamtlich mitarbeitete, kreuzten sich unsere Wege immer mal wieder.
Mein Lebensweg führte weg von LLL e.V.. Irgendwann verlor ich sie aus den Augen.
Aber sie gehört für mich immer zu den Frauen, die ich als Aktivistin für erinnerungswert erachte.

Freitag, 17. April 2015

Vom speziellen Schreiben oder Die Schere im Kopf

Ich kann gar nicht genau beschreiben, welche Wohltat es war, für meine Prüfung in Soziologie über Unterschiede zu lernen. Dazu nutzte ich Texte von Lesben und auch von schwarzen Frauen.

Mir hat diese beginnende Tendenz im Feminismus für "alle Frauen" sprechen zu wollen Mitte der 90er, so überhaupt nicht gefallen: kann nicht für Mütter sprechen, denn ich bin keine Mutter. Will nicht über Vereinbarkeit von Familie und Karriere nachdenken, weil auch Familie und Karriere nicht mein Thema sind.

Und das zeigten die Texte der schwarzen Frauen. Die zeigten sich nicht verschnupft über die feministischen Texten. Sie sagten nur: es ist nicht alles so, wie ihr Weißen es sehen wollt.
Und sie sagten nicht, WIE neue Texte zu schreiben seien. Alles, was sie wollten, war, dass die Schreiberin erzählt woher sie kommt. Den Aspekt des Klassismus lernte ich da noch zusätzlich zu begreifen.

Mein Lebensgefühl damals wurde unterstützt dadurch, dass ich in der Auseinandersetzung mit anderen Feministinnen ich mich wohlfühlte, weil ich ich bleiben konnte, genau so wie andere sie sie sein konnten und davon berichteten.

Jahre später, als ich aus der Uni raus war, stellte ich fest, dass das feministische Pendel in die oben genannte "neue" Richtung vehement ausschlug, die ich sehr sehr anstrengend fand: plötzlich sollte für alle mitgesprochen werden. Heißt, jeder Aspekt im Schreiben mitbedacht werden. Aber ich kann nicht für alle alles mitbedenken. Die Schere in meinem Kopf wuchs. Schließlich kann ich mit meiner Ansicht "falsch" liegen.

Der Traum einer gemeinsamen Sprache ist für mich nur ein schöner Traum. Unterschiede achten und respektieren hilft mir im Verstehen - auch wenn wir nicht eine "gemeinsame" Sprache sprechen. Zu wissen, woher die Schreibende kommt, von welcher Position aus sie schreibt, erklärt mir mehr, als dass sie versucht mit Mühen "meine" Position mitzubedenken.

Mittwoch, 18. März 2015

Die Autorin Malinda Lo ist eine, meine Entdeckung in diesem Jahr

Auf der Suche nach einem lesbischen Harry Potter oder Herr der Ringe oder Percy Jackson fand ich mystische Abenteuer mit starken Protagonistinnen. Ich hatte nicht den Anspruch, dass es die Hauptdarstellerinnen in den Geschichten sind - eine lesbische Hermine hätte mir gereicht - aber mit den Geschichten von Malinda Lo wurde mein erster Hunger nach fantastischen Abenteuer mit einer Spur Lesbenthematik gut gestillt.

Ich habe zwei Bücher bisher von Lo gelesen:
Ash, welches hauchzarte Themenberührungspunkte mit dem Märchen Aschenputtel hat und Huntress, welches in derselben Umgebung wie Ash, aber ein paar Jahrhunderte davor spielt. Beide Bücher bauen nicht aufeinander auf und können sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden. Empfehlen würde ich, Ash vor Huntress zu lesen, weil Ash eher mystisches Märchen und Huntress eher ein detailreicher Abenteuerroman ist.

Ash

Ash ist 12 als ihre Mutter verstirbt. Die Beerdigung wird auf eine bestimmte Art und Weise gestaltet, damit die Seele der Mutter nicht von den Feenleuten geholt wird. Eine gute Hexe unterstützt die Beerdigungszeremonie. Ash fühlt sich heimatlos. Sie hat Heimweh nach ihrer Mutter und deren Geschichten. Ihre Mutter war wie die gute Hexe eine Anhängerin der alten Magie. Ashs Vater ist nicht überzeugt von den alten Weisen.

Nachdem der Vater von einer längeren Reise zurückkommt, verkündet er, dass er wieder heiraten wird. Lady Isobel und ihre Töchter ziehen zu Ash und ihrem Vater nach Roak Hill. Solange der Vater lebt, ist alles gut. Als er an einer Krankheit verstirbt, stellt sich heraus, dass er arm ist, resp. Schulden hat. Lady Isobel zieht deshalb zurück ins eigene Heim in der Großstadt. Ash als Tochter ihre Mannes wird mitgenommen. Isobel eröffnet ihr, dass Ash die Schulden des Vaters abbezahlen muss.

Ashs Heimatlosigkeitsgefühl nimmt zu. Sie liest die alten Märchen und geht verwunschene Pfade, auf denen sie eines Tages einen Feenmann kennenlernt. In ihrer Todessehnsucht freundet sie sich mit diesem an und geht auf einen Handel ein, bei dem er drei Wünsche für sie erfüllt und sie einen Preis dafür bezahlen muss.
Diese Wünsche helfen ihr, an Jagdgesellschaften und Bällen teilzunehmen, um Zeit mit der Jägerin des Königs zu verbringen.

Huntress

Bitte den Roman in deutsch rausbringen. Bitte den Roman in deutsch rausbringen. Bitte den Roman in deutsch rausbringen.
"Making a decision isn't about knowing every potential consequence. It's about knowing what you want and choosing a path that takes you in that direction." Fin, 'the Acadamy's groundkeeper, die Kaede das Messerwerfen beibringt, Huntress, S. 28
Kaede und Taisin sind 17 Jahre alt und leben in der Academy.
Kaede ist die Tochter eines Adeligen. Sie ist mäßig befähigt, was das Sage-Mysterium angeht und weiß nicht, wohin sie will. Aber sie weiß, was sie nicht will.
Taisin ist die Tochter einer Bauernfamilie - talentiert und begabt für die Ausbildung in der Academy. Sie weiß genau, was sie will. Sie sieht schon ihren fertigen Weg in der Academy als Sage.
Sage sind Angehörige der Academy und leben im Zölibat. Sie enthalten sich jeder Liebesbeziehung. Diese Sage hüten das Wissen um Mysterien und Heilung. Sie haben Visionen der Zukunft. Kaede und Taisin sind noch in der Ausbildung und ohne Schwur zum Zölibat.

Im Königreich herrscht schon sehr lange eine Schlechtwetterfront, die schlechte Ernte hervorbringt. Das Volk leidet Hunger. Taisin hat eine Vision, die zeigt, dass Kaede wichtig ist, um das Königreich zu retten und sie beide dazu unterwegs sein müssen. Und als die Feenkönigin den König zu sich einlädt, ziehen der Sohn des Königs, Taisin, Kaede und drei LeibwächterInnen los.
Kaede trainiert auf der Expedition das Messerwerfen mit einem Eisenmesser und sie lernt Bogenschießen. Das Eisenmesser mit einer besonderen Fähigkeit den Feenwesen gegenüber hat sie von Fin geschenkt bekommen.
Taisin muss ihre Kenntnisse als Heilerin und Magierin bei einem Feen-Wechselbalg und bei verwundeten Reisebegleitern einsetzen.

Resümee

Das schlechte Wetter ist in Huntress zu spüren: Die Kälte, das Unangenehme. Kleidung, die nicht richtig trocken werden kann. Haut, die nicht mehr gebräunt wird.
Ungewohnt und spannend fühlte sich die Jagdbeschreibung und die Beseitigung diverser böser Geister an. Die Charakterzeichnungen sind tiefsinnig schön. Die Reife und Zuneigung der beiden 17jährigen Mädchen ist fühlbar, vor allem in der großen Entscheidung, die sie am Ende des Buches treffen.

In Ash sind Märchen-Elemente vorhanden, diese werden aber neu und mit einer schönen Art von Realismus genutzt. Ich mag die Art und Weise, wie der Vater durch die Brille seiner Witwe dargestellt wird. Ash trauert nicht um ihn, sondern betrauert ihre Heimatlosigkeit durch den frühen Tod ihrer Mutter. Sie wird erwachsen in der Geschichte, arrangiert sich mit ihrem Schicksal und trifft Entscheidungen. Am Ende findet sie - und da es ein Märchen ist, ist dieser Hinweis kein Spoiler - ihr Zuhause. Beide Bücher sind absolut wieder lesenswert.

Danke für diesen Buchtipp @Schatzi1. :wave:

Ash
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: PAN (2. November 2010)
Sprache: Deutsch        









Huntress Gebundene Ausgabe: 384 Seiten Verlag: Little, Brown Books for Young Readers; Auflage: 1 (5. April 2011) Sprache: Englisch  












Malinda Lo ist eine US-amerikanische Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln. Sie schreibt Abenteuer- und Fantasygeschichten mit Mädchen/ Frauen in den Hauptrollen. Bisher erschienen sind Ash, Huntress, Adaption und Inheritance. Lo forscht auch über Vielfalt in der Jugendliteratur und im Verlagswesen.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Jahresrückblick via Twitter: Oktober 2014

Biografie von Tove Jansson durchgeblättert. Tolle Künstlerin.
07:32 - 2. Okt. 2014

Ständig in Apps angemeldet zu sein, ist auch nicht das Wahre. Jedoch Abmelden wird dir nicht leicht gemacht. #Learnings_der_letzten_Tage
09:39 - 4. Okt. 2014

Hab grad mal ausgerechnet: Seit meinem Start mit Sport 2009 bis heute habe ich ca. 4 kg ZUgenommen.
09:46 - 5. Okt. 2014

Passe durch keine Tür mehr. Muss wegen der Muskeln quer durchgehen. ;-)
09:48 - 5. Okt. 2014

Könnte sein, dass ein bisschen auch was von den Wechseljahren kommt. Könnte sein.
09:50 - 5. Okt. 2014

Mein linkes Ohr ist "zugefallen". Fühlt sich an, wie Wasser im Ohr und das Ohr hört dumpf.
11:35 - 5. Okt. 2014

Übrigens Sigourney Weaver wird heute 65. Vielen Dank für Ellen Louise Ripley, Dana Barrett, Gwen DeMarco und viele andere starke Charaktere.
08:58 - 8. Okt. 2014

Sag nichts!
Die Buchmesse ist...
Sag es nicht! ...
so anders.
#fbm14
14:48 - 9. Okt. 2014

Gestern Verlegerin,Lektorinnen, Autorinnen und Reviewerinnen des @YlvaVerlag kennengelernt. Ließ mich stark beindruckt kaum schlafen. #fbm14
10:02 - 10. Okt. 2014

Frage an alle, die heute schon auf #fbm14 sind: Ist heute auch so warm geheizt wie gestern? Frage wegen Kleidungsentscheidung.
11:00 - 10. Okt. 2014

Heut schon 2mal auf der #fbm14 . Und jetzt wieder unterwegs.
15:19 - 11. Okt. 2014

Vom Läppie hat die Festplatte den Geist aufgegeben. Wie schön! Ich hab keine Datensicherung gemacht. Daten-GAU. Naja.
07:50 - 20. Okt. 2014

Keine Ahnung, warum ich so ruhig bin, was den kranken Läppie angeht. Ist jetzt bei PC-Doc. Entweder er schaffts oder nicht. So wird das.
16:18 - 22. Okt. 2014

Allianz macht Altersvorsorge-Werbung mit Steffi Jones?
06:29 - 28. Okt. 2014

Sara lässt sich am Anfang von Nyssa küssen, um am Schluss in den Armen von Oliver zu landen? Und das ist die gefeierte Diversity in #Arrow?
06:48 - 28. Okt. 2014

<- backt Kürbismuffins.
16:15 - 29. Okt. 2014

Für Apps ist mein Leben ein offenes Buch.
07:32 - 31. Okt. 2014

Selbst die "Taschenlampe" darf meine Kontakte lesen. Die scheinen ihre Apps-Codes ständig voneinander kopiert zu haben... :-o
07:38 - 31. Okt. 2014

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick via Twitter: September 2014

Das Milliardengeschäft mit neuen MS-Medikamenten - WDR Fernsehen http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/aktuellesvideo-tecfidera100.html …
15:02 - 2. Sep. 2014

The Worst Cases of Lesbian Censorship in Pop Culture History - http://AfterEllen.com http://logo.to/1uhFDwJ via @afterellen
14:58 - 3. Sep. 2014

Frankfurter Buchmesse #fbm14 :-) Countdown: noch einen Monat warten.
*hüpf**hüpf**hüpf*
07:36 - 9. Sep. 2014

Also Tweets lesen mit Streichelhandie macht nicht wirklich Spass. Jeder 3. Tweet gesponserte WERBUNG! Ich beneide euch NICHT. :-$
18:56 - 16. Sep. 2014

BLOCKEN ist das neue Wehren. B-)
19:04 - 16. Sep. 2014

Mal sehen. In den nächsten zwei Monaten will ich es schaffen, einen VHS-Video-Player an den PC zu bekommen.
06:50 - 18. Sep. 2014

Dies, um meine über die Jahre gesammelten Film-Schätzchen zu digitalisieren. Die meisten Filme gibt es nämlich nicht auf DVD. *soifz*
06:52 - 18. Sep. 2014

Oh? Sie sind mit dem Auszählen schon fertig? "Scotland has voted No to independence" http://www.bbc.com/news/live/uk-scotland-29130277 …
07:44 - 19. Sep. 2014

Heute werden Griffe an die Türen gemacht.
10:10 - 20. Sep. 2014

Sport, Wäsche zusammengelegt, gewaschen und aufgehängt, Haare gefärbt, Paket weggebracht, Bank... Und was habt ihr bis 10 Uhr so gemacht?
10:02 - 24. Sep. 2014

90 year-old adorable lesbian couple talk marriage after 72-year relationship | @GLAAD http://www.glaad.org/blog/90-year-old-adorable-lesbian-couple-talk-marriage-after-72-year-relationship …
14:50 - 24. Sep. 2014

So schön: "We've always been maried in our hearts."
14:54 - 24. Sep. 2014

Ich hab grad ne riesige Spinne rausgetragen.
RIESIG.
Ich Heldin, ich.
06:17 - 25. Sep. 2014

Meine Frau fragt sich, woher diese immer kommen.
06:17 - 25. Sep. 2014

Leistet immer noch guten Einsatz, das Spinnen-Rett-Brett http://nur-ein.blog.de/2007/09/24/das_spinnen_rett_brett~3030608/ …
07:06 - 25. Sep. 2014

Im Leben eine Rolle spielen.
Im Leben eine Rolle spielen?
Rollen spielen gleich
Ich-selbst sein?
Hm.
11:58 - 25. Sep. 2014

"Can I ask a question, too?" she replied, flanked by her male counterparts. "Aren't you interested in the hair styles of my colleagues?"
07:51 - 26. Sep. 2014

Der Pfarrer hat das gut gemacht.
Die Bräute hatten zuvor gut geplant.
Am Samstag war ich auf einer genialen lesbischen Hochzeit.
06:53 - 29. Sep. 2014

Herbst ist eine schöne Zeit.
Vor 32 Jahren hatte ich darin mein Coming Out.
Dramatisch.
Ohne Happy End.
Ich mag die Erinnerung.
Trotzdem.
07:09 - 29. Sep. 2014

Ist das die viel beschworene Altersruhe? Oder bin das nur ich?
07:10 - 29. Sep. 2014

Sonntag, 2. November 2014

Meine Tweets zur Buchmesse am 11. Oktober 2014 II











Samstag, 1. November 2014

Meine Tweets zur Buchmesse am 11. Oktober 2014 I






Sonntag, 26. Oktober 2014

Meine Tweets zur Buchmesse am 10. Oktober 2014