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Donnerstag, 16. Juni 2016

14.06.16 Mahnwache für die Opfer von Orlando in Frankfurt

Unterdessen habe ich nur Angst, wenn ich - auch in Deutschland - mit Regenbogenfähnchen allein die Straße langlaufe.

Frankfurter Engel
Ich bin dann sichtbar.
Angreifbar.
Allein.
In der Masse...? In der Szene? Bin ich dort geschützt?
Die Angst bleibt. Nach dem letzten Wochenende erst recht.
Trotzdem nahm ich am Dienstag an der Mahnwache für die Opfer von Orlando teil.

Weil es wichtig ist.

* * *


Die Namen der Opfer werden verlesen.


 
Das Lied "We shall overcome" wird angestimmt. Wir stehen um den Engel und halten eine Kerze.
Manche schweigen betroffen.
Auch ich.





Luftballons, an denen Zettel mit den Namen der Opfer befestigt sind, werden steigen gelassen.




Danach bewegt sich langsam die Menge zum Engel, um dort Kerze und Blume nieder zu legen.


























* * *
Weitere Infos:




Montag, 13. Juni 2016

Selbstgerechtes

Nach dem Aufstehen ins Tagebuch geschrieben:

Die Nachrichten sind gruselig. Das Wetter regnerisch. Die Leute kurzsichtig. Ich ängstlich. Wie wird das alles werden? Wo wird das alles enden? Warum werden wir so gehasst?
Orlando. 50 Tote in einer Gay-Bar. Schwule und Lesben waren das Ziel des Anschlags. Eines Idioten. Eines Fanatikers. Eines Mannes, der es nicht ertrug, dass alle glücklich sind und feiern. Das Glück der anderen ist ein Dorn im Auge der Selbstgerechten. 

Ich verstehe es nicht. Sie haben sich doch selbst ihre selbstgerechten Regeln gemacht? Aber anscheinend können sie diese Fesseln an Regeln nur ertragen, wenn ALLE sich daran halten. Dann spüren sie die Fesseln nicht mehr. 
Ich kann nicht ertragen, dass du frei bist, wenn ich mich an tausend Gebote und Verbote halten muss.
PÄNG!