Guter Rant.
"Wer bringt noch mit Schule SPASS und VERGNÜGEN zusammen?"
Ich.
Aber meine Schulzeit ist auch mit dem Abitur schon 34 Jahre her. In den 70ern (meine Grundschulzeit und Mittelstufe) gab es noch so etwas wie Chancengleichheit. Mein sozialer Hintergrund ist: Mutter war putzen und Vater hat mal Weber gelernt, war aber mehr arbeitslos. Damals war es schon für neugierige, aufgeweckte Kinder mit diesem Hintergrund schwierig in der Schule. Du durftest nicht gut sein, deine 1 hast du dir erschwindelt, wurde mir damals unterstellt. Aber trotzdem war das System noch offener. (Ich habe diese Momente der Unterstellung überlebt.) Mit den 80ern begann die Verhärtung der Grenzen. Mit dem richtigen Hintergrund erhalten Kinder eine Empfehlung für das Gymnasium.
Ich habe es mit meiner Bildung so weit übertrieben, dass ich noch ein Studium zum reinen Vergnügen in 10 Jahren mit Magistra Artium abgeschlossen habe. Universitätsbildung gibt es in dieser Form heute jedoch nicht mehr. Heute muss das in 3 Jahren (6 Semestern)
Bachelor abgeschlossen sein. Die noch etwas mehr wollen, machen den Master mit weiteren 4 Semester. Muße bei der Bildung ist bei diesen Leuten kaum noch zu spüren. Muße und Langsamkeit, das wird den Leuten heute ausgetrieben. Weil die Wirtschaft braucht junge, formbare und willige Arbeitskräfte, denen das selbst denken (willentlich) aberzogen wird.