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Montag, 16. November 2020

Rotz und Wasser
Trauerarbeit

weiße Rosen vor blauen Himmel
© www.blumen-bilder.net

Beitrag in Bewegung. Wird laufend fortgeführt.

Beim Lesen der Texte ersetze ich gerne "Mensch" durch Lebewesen. Weil, die Trauer um Hund, Katze, Maus ist die gleiche - auch wenn es so manche nicht sehen wollen.

Auf marinaschuessler.de Schuldgefühle: Woher sie kommen und wie du sie loswirst und 3 Stufen, wie du deinen Schmerz in deiner Trauer heilst

november.de Wenn uns Schuldgefühle quälen

welt.de Wenn dich die Trauer um den Verstand bringt

planet-wissen.de Trauer

zeitzuleben.de Aus der Gehirnforschung: Mit der Trauer leben und Trauer: Was tun, wenn der Verlust immer wieder schmerzt?

* * *

Mir tut es gut, wenn meine Frau mir meine Geschichte mit den Katers erzählt. Ich muss nur die Zeit überbrücken, wenn sie nicht Zuhause nicht. Das ist nicht leicht. Weil Trauer (und vor allem die Schuldzuweisung) ein Selbstläufer wird. Aber da wird sich ein Weg finden. 

Mittwoch, 23. März 2016

18 Jahre Schmuse- und Schnurrweltmeister


Am 12. März 2016 ist unser Kater gestorben. Er wurde 18 Jahre alt.
Er war unser Knotterhannes, unser König, unsere beleidigte Leberwurst, unser Schmusehannes und unser Freund.

Ich bin so dankbar, dass meine Frau und ich mehr oder weniger Kopfmenschen sind. Denn wir sprachen schon im letzten Jahr darüber, dass der Dicke irgendwann sterben wird und was wir dann tun werden. Dieses Gespräch half uns in der Zeit der absoluten Trauer und Verzweiflung zu wissen, was zu tun ist: wir haben ihn verbrennen lassen und ihn in einer Urne wieder nach Hause geholt.

Der Schock war groß als das Ende kam: Er war doch ein junger Kater. In meiner Trauerarbeit half mir, mir bewusst zu machen, dass er alt war (88 Jahre nach Menschenalter) und dass wir seit vier Jahren uns seiner Gebrechlichkeit und Krankheit sehr angepasst und ihn gepflegt hatten. Es war anstrengend, aber wir liebten ihn und taten es gern.

In meinem Herzen war und ist er immer der junge Kater geblieben. Er ist nicht gealtert. Er war das Normale. Deshalb "nahm" der Kleine zu, als er abnahm. Deshalb war der Kleine höchst abenteuerlich drauf, während der Dicke nur noch schlafen wollte. Er war die Benchmark.
Aber er war nicht normal. Nie.
In der Krankheit nicht - siehe unten stehende Auflistung.
Und in seinem Verhalten nicht: ich habe noch nie eine Katze erlebt, die so gern schmuste. Die kein Problem darin sah, wenn er heftig von uns durchgeknuddelt wurde. Und der bei der kleinsten Berührung das Schnurren anfing.

Wir haben jeden Tag mit dir genossen.
Wir danken dir für deine Zeit mit uns.
Unser König.
Nestor.





Seine Krankheitsgeschichte:

  • Gleich zu Beginn im ersten Jahr 1998 gab es ein Thema mit Erbrechen und er musste eine Paste einnehmen
  • 22.04.2005 wurde ich das erste Mal von ihm gebissen
  • Irgendwann 2005/2006 konnte er keine hohen Möbel mehr hochspringen
  • Ende 2007 wurde eine Herzkrankheit bei ihm festgestellt und er musste abnehmen. 
  • er wurde kunkelig, manchmal meinten wir, er sei dement
  • seit ca. 2011 war er unrein.  Wir begannen, Möbel abzudecken und alles vom Fußboden gleich zu entfernen
  • 08.12.2011 wurde ich das zweite Mal von ihm gebissen
  • 2012 wurde er wegen Durchfall untersucht. Er musste Diätfutter fressen. Das mit dem Durchfall war immer wieder Thema.
  • März 2016 wollte er gehen und wir ließen ihn.