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Dienstag, 3. November 2020

Unterhaltung durch November-Jungs

Es ist mir aufgefallen, dass ich derzeit durch Autoren [sic!] unterhalten werde, die alle im November Geburtstag haben. Drei Skorpione und ein Schütze. Drei, die von Tod, Macht, Ohnmacht und Mystischem erzählen und einer, der Mystisches mit Hoffnung verbindet.

  • Neil Gaiman, *10.11.1960
    Ich habe schon ewig die Geschichten von Sandman hier stehen. Die Erzählungen über die Ewigen habe ich mit Genuss gelesen. Dann durfte ich im Sommer entdecken, es wird ein Hörbuch davon geben. Nun, ich lausche seit einer Woche einem Traum.


  • Alan Moore, *18.11.1953
    Remember, remember the fifth of november. Ich habe das Comic V wie Vendetta gelesen und mag den Film. Dieses Jahr wird der Film wieder traditionell genossen: mit Ei im Körbchen.
    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."
    "Künstler lügen, um die Wahrheit aufzuzeigen. Politiker lügen, um die Wahrheit zu vertuschen!"

  • Terry Moore, *19.11.1954
    In Rachel Rising lebt alles vom Tod. Vergehen. Die Tante von Rachel untersucht und richtet Tote wieder her. Rachel ist eigentlich tot, aber sie ist auch die Schwester von Lilith. Ja, der Lilith. Der erste Mensch, die Gott schuf, war eine Frau. 
    Rachel sucht ihren Mörder. Begleitet wird sie dabei von Jet, die ebenfalls untot ist, einem 10-jährigen massenmordendem kleinen schon über 50 Jahre lebendem Mädchen, ihrer Schwester Lilith, ihrer Tante Johnny u.a.
    Moores Geschichten sind mir bekannt und sollten auch bekannt sein. Weil, es zeigt sich, dass alles zusammenhängt. Ich genieße seinen Humor und seinen Erzählstil.

  • C.S. Lewis, *29.11.1898-†22.11.1963
    Narnia. Ich kenne die Verfilmung. Aber Buch und Film scheinen schon eine gewisse Entfernung voneinander zu haben. 
    Ich habe C.S. Lewis durch Zufall entdeckt. Ich war auf der Suche nach dem Ursprung des Spruchs: du kannst nicht den Anfang ändern, aber das Ende (so oder ähnlich). Anscheinend hat er diesen Spruch getätigt. Ich las etwas von seiner Biographie. Er war mit Tolkien bekannt, vielleicht sogar mal befreundet. Nachdem Lewis die Bücher zu Narnia geschrieben hatte, kam es zum Zerwürfnis. Tolkien war der Meinung, dass die Bücher nicht gut seien. Die Umgebung sei nicht ausreichend beschrieben. Ich habe Tolkiens Herr der Ringe und seinen Hobbit gelesen. Ich bin nicht Tolkiens Meinung und finde Lewis schreibt gut, leicht und recht unterhaltsam. Bin gerade beim Beenden des ersten Bands und freue mich schon auf die nächsten sechs.

Update Sonntag, 08.11.2020:

Gestern im Comic-Land eine weitere wunderbare Lektüre mitgenommen. Und siehe da, der Autor ist auch ein November-Boy:

  • Greg Rucka, *29.11.1969
    Rucka ist einer meiner Lieblings-Comic-Autoren. Er gab mir Renee Montoya. Er war bei der "Wiedergeburt" der neuen Batwoman beteiligt. Er erschafft immer wieder tolle Frauenfiguren. So auch mit The Old Guard.
    The Old Guard, der erste Teil, resp. der erste Band, wurde schon verfilmt. Teils etwas anders als das Comic, aber okay. 
    Der erste Band war schon genial: Kriegerinnen, die nicht sterben können. Die sich unterwegs durch Träume finden. Eine Uralte, die schon vor der Hochkultur der Griechen da war, zwei Männer, die sich im Mittelalter in Jerusalem gegenseitig töteten und dann sich lieben lernten, einer, der bei der französischen Revolution dabei war und eine die ganz neu als Soldatin nach ihrem Tod wieder auswachte. Sie leben nicht wirklich ewig. Sie sterben immer wieder und erwachen. Irgendwann erwachen sie nicht mehr. Aber wann das passieren wird, wissen sie nicht. Schön erzählt und gut gezeichnet. Und nun wartet der zweite Band auf die Lektüre in diesem wunderbaren November 2020.