Am Ende lief es dann ganz schnell, so dass ich erst am Sonntag dazu kam, das Geschehen von Freitag und Samstag Revue passieren zu lassen.
21.05.2017
Dann ging alles ganz schnell. Am Freitag plötzlich morgens
das MRT. Ich bin hochgradig klaustrophobisch. Die LMAA-Tablette hatte bei mir
natürlich nicht funktioniert. Ein Mann, der neben mir in seinem Krankenbett lag,
berichtete von seinem Leid mit der Röhre: das sei wie im Grab liegen. Die
Tablette hätte bei ihm am Vortag nicht funktioniert. Deshalb würde er heute mit
Spritze da rein gehen.
Als die Schwester/ Fachkraft mich holen wollte, musste
ich abwehren. Die Tablette zeigte so gar keine Wirkung. Heute kann ich ahnen, warum es dann so schnell ging mit der Spritze (Ich musste keinen Tag warten wie der arme Mann, bis die Entscheidung getroffen wurde, dass ich mit Spritze in die Röhre gehe.) –
Tata, bin ja schon wieder Zuhause!
Okay, die Spritze lief so schnell, ich habe
nicht mitbekommen, was die an MRT gemacht hatten. Selbst, wie sie mich wieder
auf’s Bett legten, weiß ich nicht. Als ich die Medizinleute kurz wahrnahm an der Röhre,
wurde mir gleich gesagt, alles fertig. Keine Ahnung, was ich gesagt habe.
Ich
schlief im Zimmer als meine Frau zu Besuch kam. Da war ich wohl auch noch auf
Notprogramm: Freute mich über das mitgebrachte Handy und redete über die alte Frau, die endlich
ihren Reha-Platz beziehen konnte und die so anstrengend für die Umwelt war. Wir gingen runter in die Cafeteria und aßen sogar Kuchen zusammen. Ich packte ihr
einen Haufen Zucker und Kondensmilch dazu, so berichtete es mir meine Frau. Ich erinnere das nicht, war wohl immer noch
leicht betäubt.
Die Nacht lief gut. Ich schlief einigermaßen gut. Am nächsten
Tag(Samstag) überraschte mich die Schwester damit, dass ich wieder gehen könne, der
Arztbrief sei geschrieben. Kein Arzt hatte am Freitag mit mir geredet. Was es
ist, wie es weitergeht.
Eine Nummer im System, die schnellstmöglichst wieder
raus soll. Da steht nun wieder der Verdacht auf MS. Der Begriff ist länger
geworden, aber der Inhalt ist gleichgeblieben. Von daher, da hat sich nichts
geändert. Ich habe keine Diagnose, nur den Verdacht auf MS. Aber ich habe in
den Ordner reingeschaut. Mit meinen Nerven ist einiges anders und durcheinander
geraten. Mal schauen, dass ich diese Akte zu fassen bekomme. Weil deren Ansagen sind etwas anderes als tatsächlich die Originalauswertung zu sehen. Das will ich
meinen zukünftigen Ärzten schon gönnen. Hm. Mal sehen.
* * *
Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief: