18. Mai 2017
Heute soll dann mein großer Tag sein. Bin gespannt. Weil,
das hieß es für gestern auch. MRT und LP heute an einem Tag. Ich bin begeistert. Mal
sehen, ob ich dann morgen schon Ergebnisse bekomme. Ob ich glühe wie ein
Weihnachtsbaum im MRT. Bin gespannt. Irgendwas habe ich. Ich weiß nur noch
nicht was. Nein. Das weiß ich nicht. Und auf dem Weg der Erkenntnis muss ich
leider ein paar Hürden nehmen. Unangenehme Hürden. ... Okay. Die Nacht so mäßig geschlafen OHNE Schlaftablette, aber
mit Ohrstöpsel. Ich habe mich an die Krankenhausgeräusche etwas gewöhnt. Ein
bisschen spüre ich auch den Rhythmus. Ich habe Angst. Aber es hilft ja nix. Da
muss ich JETZT durch. Jetzt, heute. Durch. Und dann mal sehen. MS oder nicht,
das ist hier die Frage. So. Augenklappen darf ich für nachher nicht vergessen.
Muss ich besorgen.
Was für ein Durcheinander! Um 11.00 Uhr habe ich einen
Termin wegen Gehirnströme messen. Virtuell habe ich einen Termin wegen MRT. Für
diese Untersuchung muss ich eine Tablette zu mir nehmen, weil ich schwerst
Angstpatientin bin. Ist das MRT am Vormittag, vor dieser Gehirnstrommessung
oder hinterher? Weil, wenn es vorher ist, welchen Wert hat die
Gehirnstrommessung unter Drogeneinfluss? Das Zeitmanagement dieses
Krankenhauses ist gerade unter aller Sau. Nicht schön. Und nicht gut. Okay 11
Uhr ist schon mal ein feststehender Termin. MRT: da melden sie sich spontan,
wenn es soweit ist. Das Medikament muss ich eine halbe Stunde zuvor einnehmen,
damit es wirkt. Ich bin verwirrt.
* * *
Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief: