Seiten

Posts mit dem Label MS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label MS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 23. November 2019

Mein MultipleSklerose-ABC

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Freitag, 28. Juni 2019

Ein Neurochirurg an MS erkrankt spricht über das Coimbra-Protokoll


Dienstag, 21. Mai 2019

Tag 5 und nach dem Krankenhaus 2017


Am Ende lief es dann ganz schnell, so dass ich erst am Sonntag dazu kam, das Geschehen von Freitag und Samstag Revue passieren zu lassen.

21.05.2017 
Dann ging alles ganz schnell. Am Freitag plötzlich morgens das MRT. Ich bin hochgradig klaustrophobisch. Die LMAA-Tablette hatte bei mir natürlich nicht funktioniert. Ein Mann, der neben mir in seinem Krankenbett lag, berichtete von seinem Leid mit der Röhre: das sei wie im Grab liegen. Die Tablette hätte bei ihm am Vortag nicht funktioniert. Deshalb würde er heute mit Spritze da rein gehen. 
Als die Schwester/ Fachkraft mich holen wollte, musste ich abwehren. Die Tablette zeigte so gar keine Wirkung. Heute kann ich ahnen, warum es dann so schnell ging mit der Spritze (Ich musste keinen Tag warten wie der arme Mann, bis die Entscheidung getroffen wurde, dass ich mit Spritze in die Röhre gehe.) – Tata, bin ja schon wieder Zuhause! 
Okay, die Spritze lief so schnell, ich habe nicht mitbekommen, was die an MRT gemacht hatten. Selbst, wie sie mich wieder auf’s Bett legten, weiß ich nicht. Als ich die Medizinleute kurz wahrnahm an der Röhre, wurde mir gleich gesagt, alles fertig. Keine Ahnung, was ich gesagt habe. 
Ich schlief im Zimmer als meine Frau zu Besuch kam. Da war ich wohl auch noch auf Notprogramm: Freute mich über das mitgebrachte Handy und redete über die alte Frau, die endlich ihren Reha-Platz beziehen konnte und die so anstrengend für die Umwelt war. Wir gingen runter in die Cafeteria und aßen sogar Kuchen zusammen. Ich packte ihr einen Haufen Zucker und Kondensmilch dazu, so berichtete es mir meine Frau. Ich erinnere das nicht, war wohl immer noch leicht betäubt. 
Die Nacht lief gut. Ich schlief einigermaßen gut. Am nächsten Tag(Samstag) überraschte mich die Schwester damit, dass ich wieder gehen könne, der Arztbrief sei geschrieben. Kein Arzt hatte am Freitag mit mir geredet. Was es ist, wie es weitergeht. 

Eine Nummer im System, die schnellstmöglichst wieder raus soll. Da steht nun wieder der Verdacht auf MS. Der Begriff ist länger geworden, aber der Inhalt ist gleichgeblieben. Von daher, da hat sich nichts geändert. Ich habe keine Diagnose, nur den Verdacht auf MS. Aber ich habe in den Ordner reingeschaut. Mit meinen Nerven ist einiges anders und durcheinander geraten. Mal schauen, dass ich diese Akte zu fassen bekomme. Weil deren Ansagen sind etwas anderes als tatsächlich die Originalauswertung zu sehen. Das will ich meinen zukünftigen Ärzten schon gönnen. Hm. Mal sehen.

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Sonntag, 19. Mai 2019

Tag 4 Krankenhaus 2017

Es wird grüblerischer am Freitagmorgen.


19.05.2017
Immer noch im Krankenhaus. Gestern EEG gestartet: Schachbrettmuster für die Augen (Brille hatte ich natürlich nicht dabei), mehr Elektroden in den Kopf für Stromleitungen zu Daumen und Füßen. Dann wurde ich mit Magnetstößen geprüft. Ergebnis erhalten dann die Ärzte. Das Grandiose zuvor war, dass der Pfleger M. mich ins Erdgeschoss schickte und nur meinte, Leitstelle 1. Ich war schon etwas genervt. Stellte sich heraus, dass es im ersten Stock war. Und EEG steht nur ganz klein an einer Tür. Überall ganz groß EKG. Das war dreist. Dann ebenfalls gestern vor dem Mittagessen kommt Ärztin rein und meint in 5 Minuten würde die Lumbalpunktion gemacht. Ich fragte verwirrt, aber MRT sei auch noch geplant, ich müsse doch liegen nach der LP. Da würde dann geschoben. (Okay, so sehr geschoben, dass MRT gestern nicht stattfand). Okay, LP also hinter mir. Ich habe 5 Flaschen Wasser gesüffelt. Trinken, trinken und wenn kein Durst vorhanden, dann noch ein Schluck mehr. Ich hab’s überstanden. Hab mir von meiner Schwester noch die Trinktipps geben lassen. Sie ist auch aufgeregt darüber, dass alles so langsam läuft bei mir. ... 
Im Radio HR1 höre ich den Rest des Zuspruchs: Labyrinth und Irrgarten. Ein Labyrinth habe ein Ziel, während im Irrgarten nur Disziplin, Ordnung etc. gefragt sei. Hatte etwas Tröstliches die Ansprache. 
Mal sehen, ob das MRT heute kommt und ob ich am Montag die Antwort erhalte, was ich habe oder nicht habe. Auf jeden Fall will ich die Braunüle entfernt wissen. Die wird gar nicht genutzt und fängt an, weh zu tun. 
Ich höre derzeit Radio HR3. Ein bisschen Leben mitbekommen. Ich bin hier im Krankenhaus so aus der Zeit gefallen. Zwar habe ich jetzt herausgefunden, wie ich die Uhrzeit erfahre. Aber die Tage fließen so ineinander über. Die Bettnachbarin kommt endlich in eine Reha. 74 Jahre, Schlaganfall, will sie noch das Leben bestimmen. Sie ist dabei etwas anstrengend, weil sie sich so in Nebenschauplätzen verliert, anstatt auf das Wichtige zu schauen: mobiler werden. Das wird sie nämlich, konnte ich bei ihrer Krankengymnastik sehen, aber da es noch nicht perfekt ist, sieht sie den Erfolg nicht.
Sich im Krankenhaus gesund ernähren ist nicht einfach. Krankenhaus, der Ort, an dem Geduld gelernt werden muss. Krankenhaus, ein Ort der Heilung. Krankenhaus, ein Ort des Profits, der Effizienz, des Durchreichens. Willkommen im 21. Jahrhundert. Menschen sind der Pflege nicht mehr wert. Nur noch die produktiven Menschen werden wieder hergestellt. Menschlichkeit ist im Laufe der letzten 30 Jahre in D-Land verloren gegangen. Aber „wir“ sind Exportweltmeister. Das ist schon mal was!

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Samstag, 18. Mai 2019

Tag 3 Krankenhaus 2017

Es ist schon Donnerstag. Und bisher nur den Rhythmus des Krankenhauses mitgenommen.


18. Mai 2017
Heute soll dann mein großer Tag sein. Bin gespannt. Weil, das hieß es für gestern auch. MRT und LP heute an einem Tag. Ich bin begeistert. Mal sehen, ob ich dann morgen schon Ergebnisse bekomme. Ob ich glühe wie ein Weihnachtsbaum im MRT. Bin gespannt. Irgendwas habe ich. Ich weiß nur noch nicht was. Nein. Das weiß ich nicht. Und auf dem Weg der Erkenntnis muss ich leider ein paar Hürden nehmen. Unangenehme Hürden. ... Okay. Die Nacht so mäßig geschlafen OHNE Schlaftablette, aber mit Ohrstöpsel. Ich habe mich an die Krankenhausgeräusche etwas gewöhnt. Ein bisschen spüre ich auch den Rhythmus. Ich habe Angst. Aber es hilft ja nix. Da muss ich JETZT durch. Jetzt, heute. Durch. Und dann mal sehen. MS oder nicht, das ist hier die Frage. So. Augenklappen darf ich für nachher nicht vergessen. Muss ich besorgen.
Was für ein Durcheinander! Um 11.00 Uhr habe ich einen Termin wegen Gehirnströme messen. Virtuell habe ich einen Termin wegen MRT. Für diese Untersuchung muss ich eine Tablette zu mir nehmen, weil ich schwerst Angstpatientin bin. Ist das MRT am Vormittag, vor dieser Gehirnstrommessung oder hinterher? Weil, wenn es vorher ist, welchen Wert hat die Gehirnstrommessung unter Drogeneinfluss? Das Zeitmanagement dieses Krankenhauses ist gerade unter aller Sau. Nicht schön. Und nicht gut. Okay 11 Uhr ist schon mal ein feststehender Termin. MRT: da melden sie sich spontan, wenn es soweit ist. Das Medikament muss ich eine halbe Stunde zuvor einnehmen, damit es wirkt. Ich bin verwirrt.

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Freitag, 17. Mai 2019

Tag 2 Krankenhaus 2017

Viele Pläne für den Mittwoch, die sich dann aber doch nicht ereigneten.


17.05.2017
IDAHOBIT eigentlich. Heute immer noch im Krankenhaus. Ich bin dankbar, dass ich gestern so hartnäckig blieb wegen der Schlaftablette. So hatte ich wenigstens ab 22.00 Uhr einen Lift in das Reich der „Träume“. Bin zwar dann auch früh aufgewacht, aber es waren ungefähr 6 Stunden Schlaf. Die wirken beruhigend. Gestern war mein Blutdruck bei 155, heute hat er wieder seinen Standard bei 110. Mein Körper ist immer noch im Panikzustand. Wie bei einem wilden Tier zittern alle Muskeln. Ich weiß NICHT, was vor mir liegt, ... . Mal sehen. 
S., Oberarzt und K.. Und ich bekomme die Lumbalpunktion HEUTE Nachmittag. Ich würd’ lachen, wenn sich herausstellt, dass es wieder „nur“ Migräne, respektive MS nicht, festgestellt werden kann. Was dann? Wie behindert bin ich, was stört mich? Morgen wird das Ergebnis des Liquidwassers da sein. MRT wird auch noch gemacht, da bekomme ich dann die Leck-mich-am-A...-Tabletten. Aber nicht heute. Nicht für die LP. Ich Arme, ich.

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Donnerstag, 16. Mai 2019

Tag 1 Krankenhaus 2017

Damals. Vor zwei Jahren an einem Dienstag.

16. Mai 2017
Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist. So gegen 8 Uhr abends könnte es sein. Ich habe im Krankenhaus nur den Notempfang mitgemacht. Zu mehr ist es nicht gekommen, obwohl es immer wieder hieß, gleich käme Arzt zum Empfangsgespräch. Ich habe eine Braunüle am rechten Arm. Wie toll!
Ich bin hundemüde und immer noch am Zittern wie verrückt. Natürlich habe ich einen erhöhten Puls. Für meine Panik bekomme ich nichts. Ich hoffe, ich krieg etwas für’s MRT und die LP. ... 
Gestern Nacht und vorgestern NICHT schlafen können. Ich weiß nicht, wie es heute werden wird. Die erste Nacht im Krankenhaus in Offenbach. Es tat gut, dass meine Familie da war. Die Unterstützung hat mich getragen, auch wenn leider noch gar keine Untersuchung gemacht wurde. Bin gespannt auf morgen. Morgen. Gut. Die Sache läuft. Ob ich diesen Drink versuche, wenn ich schon keine Beruhigungstablette bekomme? Der Drink schmeckt ein bisschen bitter. Ich zitter. Leider immer noch. Müde bin ich. Müde von dem allen. Müde. Müde. LP ist definitiv das Ziel. MRT wäre fein. Ich habe einen Bluthochdruck zur Zeit, weil der Körper nicht zur Ruhe kommt. Nicht zur Ruhe. Obwohl ich so müde bin. 
Morgen. Mal sehen. 
* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Montag, 19. Februar 2018

Es jährt sich: Der zweite Schub

Heute vor einem Jahr auf Twitter vermelden können:



Danach folgte ein bemerkens-wertes Jahr mit sehr vielen Downs (Verdacht auf MS, Nerven-Zusammenbruch, Diagnose MS). Tiefen, sehr tiefen Downs.
Und Ups, die derzeit recht volatil ihrer sprunghaften Wege gehen.

Donnerstag, 17. August 2017

2017: Mein Jahr - was bisher geschah!

Im Januar stelle ich in meinem Tagebuch fest, dass 2017 eine Primzahl ist.
Das Jahr beginnt gemütlich. Ich bereite ein Referat für den LesbenLiteraturSalon vor.


Dann twittere ich am 19. Februar:



... noch weiß ich nicht, dass ich im MS-Schub bin...




Dass die "Migräne-Aura" anders als sonst ist, fällt mir unterbewusst schon auf.

26. März 2017
Ich bin noch voll im MS-Schub. Zuviele Eindrücke nach der Pulse of Europe-Veranstaltung (Sonnenstand blendet, ein an mir befestigter im Winde flatternder Gasluftballon irritiert) lassen mich vor einer Ampel eine Treppe hochstolpern.
Zuhause rufen wir die 112 an und ich werde ins Krankenhaus gefahren. Dort wird die Wunde genäht.






3. April 2017
Nach etwa einer Woche werden die Fäden gezogen.




Am 04.04.2017 schrieb ich nach dem Termin bei der Neurologin in mein Tagebuch:

"Zwischen gestern und heute liegt ein Verdacht. Eine alte Bezeichnung, die Angst in mir hervorruft. Ich bin die gleiche Person. Ich HABE diese Empfindungen/ Störungen, aber plötzlich bekommt das Kind einen neuen Namen.
Ich erinnere mich an das Gespräch mit Mani, Jasnas Mann und angehender Arzt, der vor ca. 27 Jahren meinte, wozu so einen Wert auf eine Bezeichnung legen? Aber es hat meine Angst eingepackt. Es ist NUR Migräne. Nichts Schlimmes. Jetzt wird es wahrscheinlich Migräne PLUS werden."





4. Mai 2017
Es. Hat. Keinen. Spaß. Gemacht.
Ich konnte nicht essen. Ich konnte nicht schlafen.
Mein Hausarzt wollte meiner Sorge keinen Glauben schenken, weil er von mir gehört hatte, dass das MRT ohne Befund gewesen sei. Hörensagen und schließlich hatte der Radiologe nach dem MRT mir nicht wirklich reinen Wein eingeschenkt.
Und so schrieb der Hausarzt mich krank, krank, krank.
Eine Neurasthenie wird nach ICD-10 F48.0 bei Vorliegen der folgenden Kriterien diagnostiziert:
z.B.

  • Schlafstörungen
  • Unfähigkeit zu entspannen
  • Die Betroffenen sind nicht in der Lage, sich innerhalb eines normalen Zeitraums von Ruhe, Entspannung oder Ablenkung zu erholen.

Ich würde es umgangssprachlich einen Nervenzusammenbruch nennen. Und ich wünsche das wirklich niemanden. In meiner Verzweiflung machte ich Termine zur Notfall-PsychoTherapie und aß, wenn es möglich war, Toastbrot mit Schokolade, um den Kalorienverlust auszugleichen.




8. Mai 2017
"Scheiß drauf!!!" dieses Fluchen hat mir unter Umständen auch das Leben gerettet.
Unentwegt Krämpfe, Missempfindungen. Dann nicht schlafen und essen können. Wenn ich den Fluch sagte, fühlte ich mich für eine gewisse Zeit wieder wie ein normaler Mensch.




12. Mai 2017
Fast 5 Kilo nahm ich ab.
Es machte keinen Spaß.
Es wurde nicht besser. Ich war krank geschrieben ohne Aussicht, dass es mir wieder besser gehen wird. Diese Ungewissheit war nicht mehr auszuhalten. Ich telefonierte mit meiner Schwester, die schon länger mit MS lebt, und berichtete, was bei mir gerade los war. Sie gab den Tipp, dass ich mich vom Hausarzt ins Krankenhaus zur Diagnosestellung einweisen lassen soll. Ins Krankenhaus wollte ich sowieso, weil in Frankfurt auf jeden Untersuchungstermin ewig gewartet werden muss. In einem Krankenhaus wäre alles an einem Ort. Aber sich selbst einweisen geht so einfach nicht. Der Tipp brachte mir also die Lösung.


16.-20.05.2017 Krankenhaus
Ich lasse alle relevanten Untersuchungen an mir vornehmen. Darunter auch die berühmt berüchtigte Lumbalpunktion, vor der ich am meisten Angst hatte.
Dass keine der Untersuchungen wirklich Spaß macht, davon mag eine andere Geschichte erzählen.




20. Mai 2017
Der Krankenhausaufenthalt war ein unentwegtes Warten auf Termine, die dann doch nicht stattfanden. Der Höhepunkt des Durcheinanders war am Samstag, als eine Krankenschwester mir mitteilte, der Arztbrief läge vor, ich solle das Krankenhaus verlassen. Ich hatte kein Gespräch mit irgendeinem Arzt zum Thema geführt und was der Brief bedeutet, war mir nicht so klar.


Ich machte alle Schwestern wild, so dass ich trotz Wochenende mit einer Ärztin zum Thema sprechen konnte. Eine eindeutige Diagnose gab es noch nicht, es standen noch Werte aus. Aber der Verdacht mit dem ich ins Krankenhaus kam, blieb auch beim Verlassen des Krankenhauses vorerst nur ein Verdacht.



2. Juni 2017
Zwischen Tür und Angel bekam ich ca. eine Woche später beim Hausarzt, der die letzten Daten vom Krankenhaus erhalten hatte, die Mitteilung: "Ja, es ist tatsächlich so." Mehr Empathie war bei ihm nicht drin.
Während dieser Zeit des Wartens und auch danach las ich viele Bücher von Menschen, die auf ihre Weise die MS "überwunden" hatten.
Im Buch von Sven Böttcher wurde das Coimbra-Protokoll erwähnt.Im Buch von Tassler wird das Coimbra-Protokoll erwähnt.






4. Juni 2017
Ich streiche Weizen, Zucker und Milchprodukte aus meiner Ernährung.
Und nachdem durch einen Bluttest festzustellen war, dass ich einen niedrigen Vitamin D-Spiegel habe, stockte ich mit der Formel von Dr. med. R. von Helden mein Vitamin D auf. Sogar erfolgreich auf 100 ng/ml, wie ich später erfahren konnte.






10. Juni 2017


Vitamin D. Zwar ist Sonnenbaden nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber ich versuche es so häufig hinzubekommen, wie es geht. Wichtig ist dabei: Je nach Hauttyp, bei mir ist es hell, ca. 15 Minuten von jeder Seite, ohne Sonnencreme und der eigene Schatten muss kleiner als die Körpergröße sein - was meist um die Mittagszeit ist.



12. Juni 2017
Wegen der besonderen Nährstoffzusammensetzung esse ich wieder Fleisch und Fisch.






6. Juli 2017
Weil es ja nicht nur eine Sache geben kann, die reinhaut, hatte ich noch immense Probleme mit einem Weisheitszahn. Dieser wurde mir in der Kieferchirurgie in anderthalben Stunden herausgesprengt.


31. Juli 2017
Ich reise der Sonne entgegen nach Bayern.


Gegen Mittag im Hotel eingecheckt, wollte ich nachmittags die Arztpraxis aufsuchen. Okay. Die war in den gerade beginnenden bayrischen Sommerferien nachmittags geschlossen.
Da es sich um zwei Praxen im Verbund handelte, rief ich bei der anderen Praxis an. Nach einigem Hin- und Her, und weil ich aus Frankfurt angereist war, erhielt ich am nächsten Tag einen späteren Vormittagstermin. Es stellte sich nämlich heraus, dass zu meinem Termin noch zwei weitere Termine vereinbart worden waren. Das Durcheinander bedeutete mein Glück. Weil die Wartezeit auf einen Termin dauert unterdessen schon bis ins nächste Jahr.



1. August 2017
Ich bin also nun im Coimbra-Protokoll.
"Das Coimbraprotokoll ist eine ärztlich begleitete Therapie von Autoimmunerkrankungen mit Hilfe individuell eingestellter Ultrahochdosen des Hormons „Vitamin“ D. Dieses Behandlungsprotokoll wurde von dem Neurologen Prof. Dr. Coimbra seit 2002 in Forschung und Praxis beständig weiterentwickelt unter strikter Beachtung der WMA Deklaration von Helsinki, Absatz 37.
 Prof. Coimbra lehrt an der Universität von Sao Paulo, leitet das Forschungslabor für klinisch experimentelle Pathophysiologie und hat in seiner Privatklinik zusammen mit aktuell acht Ärzten bereits über 5.000 Patienten mit Autoimmunerkrankungen behandelt. Dabei werden in ca. 95% aller Fälle dauerhafte Totalremission sowie Rückgang jüngst entstandener Symptome erreicht.
 Weltweit wurden bisher über 70 Ärzte ausgebildet, um das Coimbraprotokoll sachgemäß anzuwenden. Erste deutschsprachige Ärzte werden seit Anfang 2017 ausgebildet und zertifiziert. Bis Ende 2017 werden wir acht zertifizierte Ärzte in Deutschland haben, zwei in Österreich und einen weiteren deutschsprachigen Arzt gibt es in Luxemburg."
Quelle: http://coimbraprotokoll.de/


6. August 2017
Das sind meine Nahrungsergänzungsmittel, die ich täglich zu mir nehme.
 Zusätzlich muss ich mindestens 2,5 Liter trinken, Milchprodukte meiden und auf den Kalziumgehalt im Essen achten.
 Und um die Knochen zu erhalten - in der Dosis wie sie im Protokoll verabreicht wird, "raubt" Vitamin D das Kalzium aus den Knochen - ist Sport mit "Erschütterungen" wichtig: Joggen und neu: Übungen auf einem Rüttelbrett.




17. August 2017
Geduld. Geduld.
 Mir hilft ein Zitat aus dem Film Das Letzte Einhorn das Protokoll wirken zu lassen. Und gleichzeitig ist es offen für alle Möglichkeiten.
 "Zauber, Zauber, tu, was du willst. Tu, was du willst."
 Denn Loslassen ist der Zauber.

Donnerstag, 13. April 2017

Hm, ausgebreMSt? Eventuell.

Damals:

Jetzt:

Mittwoch, 2. März 2016

Thema Lebensfreude

Im Brief an B. vom 01.03.1990 (nie abgeschickt)


Vor 27 Jahren wurde ich von einer Ärztin zum nächsten Arzt gereicht. Keiner dieser Fachmenschen sprach mit mir. Ich wusste nicht, warum ich unentwegt Termine wahrnehmen musste. Bis der Augenarzt im Termin zur Besprechung des Ergebnisses meiner Gesichtsfelduntersuchung mir mitteilte, dass die Überweisungen mit dem Verdacht auf Multiple Sklerose begründet worden seien. Und so schrieb ich an B.:
Die Ärzteschaft verdächtigt mich einer ZNS-Erkrankung. Der Augenarzt vermutete im letzten Jahr (das teilte er mir jetzt erst mit!) sogar MS, was er aber in dieser Woche zurücknahm. Für seinen Bereich zurücknahm. Die Neurologin ist dagegen nicht sehr kooperativ. Sie will unbedingt, daß ein SSEP und ein VEP an mir ausprobiert wird. Ich bin begeistert! Besonders da ich weiß, daß das SSEP schmerzhaft sein soll.

Können die mich nicht einfach in Ruhe lassen? Ich kann das in mein Leben integrieren, daß ich ab und zu vom Schreibtisch wegfalle und für fünf Minuten nicht da bin, anschließend mit rasenden Kopfschmerzen erwachend. Und daß ich ab und zu anstatt Schmerz nur Kälte verspüre, ist doch praktisch.
Lebensfreude!
Ich hoffe jetzt leicht, daß es "nur" eine verschärfte Form von Migräne ist.
Jetzt wiederhole: Lebensfreude.
ZNS = Zentralnervensystem
SSEP = Somatosensibel evozierte Potentiale (Link geht auf wikipedia)
VEP = Visuell evoziertes Potential (Link geht auf wikipedia)