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Mittwoch, 28. Oktober 2020

Seidenhuhn

Silkie - hen

Irgendwie wäre es schön, ein Seidenhuhn mal live zu sehen und vielleicht kurz mal streicheln zu dürfen.
Verrückte Idee.
Kann sein. 

Beschreibung Zwerg-Seidenhuhn auf sv-silkiespolands.de.

Auch in der heutigen Meditation gedacht.

Auch eine Lesbengeschichte

Sie ging weg, um Mutter und Witwe zu werden.




Dieser Satz kam mir in meiner heutigen Meditation. Es steckt eine traurige Geschichte dahinter. 

Montag, 26. Oktober 2020

Social-Media-Detox

Das nahm mit dem Löschen meines Twitter-Accounts seinen Anfang: mein persönlicher Social-Media-Detox. 

WhatsApp nutze ich ja nur für die Familie, dennoch habe ich am Wochenende dort alle technische Benachrichtungsweisen ausgeschaltet.

Heute nun hat mir doch tatsächlich Facebook (FB) im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit geklaut. Es gab absolut keinen Mehrwert. Ich habe ständig die Facebook-Vorschläge weggeklickt. Und in den Gruppen gab es auch nichts wirklich Neues, außer, wie lange Einzelne bei einem bestimmten Protokoll-Arzt mit ihrem Coimbra-Protokoll (CP) in Behandlung sind. Zusätzlich gab es einen Post von CP-Aussteigern. Du erfährst von diesen Leuten dabei keine Hintergründe. Und alles nur der Therapie anlassten, ist mir dann doch zu einfach.  Egal.
Ergebnis zur FB-Erfahrung: Lass. Es. Bleiben.

Weniger die Zeit anderer erleben, mehr meine Zeit leben.
Ich glaube, das wird gut werden. 

Freitag, 23. Oktober 2020

Endlich Wochenende. Ein Traum!

Ich werde nun endlich mich in die Traumwelt des Sandmann begeben können. Am 19. Juli bestellt, wurde die Ankunft immer wieder auf später verschoben. Endlich ist es da. 
Und ja, ich freue mich ein bisschen auf die Gesellschaft der Ewigen. 

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Multiple Sklerose annehmen (Teil 1)

Es war ein langer Weg vom ersten Verdacht vor 30 Jahren, zum zweiten Verdacht vor 3 Jahren, zur Diagnose bis zu dem Satz: "Ich habe Multiple Sklerose."

  • Dezember 1989
    [Anm.: Ich MUSS den ersten Schub im Dezember gehabt haben, denn (...). das Kältegefühl an den Beinen hatte ich definitiv bis zum Besuch der Hausärztin am 19.02.1990. Diese stach mich nämlich mit einer Nadel, um zu prüfen, dass ich statt Schmerz nur noch Kälte an den Beinen wahrnahm. Ich sage heute immer aufsteigendes Kältegefühl, da es mit den Füßen anfing und dann langsam hoch und dann auch die gesamten Beine einnahm. War sehr beängstigend damals.]
  • 13.01. bis 24.01.1990 habe ich "Nerven" und sensitive Störungen im Kalender notiert
  • 23.01.1990-26,01.1990 Muskelzucken am linken Arm
  • 18.02.1990 Die Zeiteinteilung durcheinander wegen ZUSAMMENBRUCH am Schreibtisch.
    Beim Aufwachen rasende Kopfschmerzen und ich liege im Bett (von Mutter und Schwester ins Bett gebracht worden).
    [Anm.: ich hatte Glück im Unglück, dass ich bei diesem Schwindelanfall, der zum Rotieren auf dem Schreibtischstuhl führte und dann zu meinem Sturz, dass ich da nicht auf den geöffneten Ordner gefallen bin, der auf dem Boden lag. Das hätte böse ausgehen können.]
  • 19.02.1990 ich gehe zur damaligen Hausärztin früh morgens. Dann bei komischen Neurologen,
    [Anm.: zu dem ich definitiv nicht mehr hinwollte. Ich glaube, ich durfte sogar ein Taxi nutzen, zum zu diesem zu gelangen. Ekelhafter Typ. Hat mich nicht wieder anziehen lassen, nachdem die Untersuchung beendet war und mit mir noch während ich auf der Untersuchungsliege lag das Arzt/Patientin-Gespräch geführt.]
  • 20.02.1990 Langen Neurologin - Termin abholen?
  • 23.02.1990 10.30 Neurologin Termin grmbl Untersuchungen (-> Augendoktor, Blutuntersuchung, EEG in der nächsten Zeit)
  • 25.02.1990 Und wieder an Krankheit denken... Was ist an meinen NERVEN?
  • 26.02.1990 morgens Blutabnahme bei der Hausärztin, dann Augenarzttermin vereinbaren, Praxis Neurologin ruft an wegen Blutbild
    [das ging damals recht schnell. Hatte aber nicht alles verstanden, was erzählt wurde; im Kalender steht nur Eiweiß]
  • 27.02.1990 13.45 Augenarzt: nichts festzustellen
  • 28.02.1990 EEG; lese Aus der Zeit der Verzweiflung, muss immer noch nach Darmstadt SSEP, VEP und bin begeistert! Ha!
    [Anm.: keine Ahnung, wo und bei wem ich dieses EEG gemacht habe. Eventuell bei der Neurologin?]
  • 28.02.-26.03.1990 Ohrensausen
    [Anm.: Ich möchte wetten, das war so ein merkwürdiges Rauschen. Das hatte ich nämlich bei diesem jetzigen dritten Schub auch für mindestens zwei Wochen.]
  • 02.03.1990
    multiple Sklerose: schubweise fortschreitende Krankheit des Zentralnervensystems mit Degenerationsherden. Symptome: Augen! zittern, Gehunsicherheiten, Lähmungserscheinungen u.a.; Ursache nicht sicher ermittelt.
    Migräne (frz.), anfallsweise wiederkehrender einseitiger Kopfschmerz mit Übelkeit, Erbrechen und Überempfindlichkeit der Sinnesorgane, intrakranieller Arterienverengung, häufig mit Flimmern vor den Augen.
  • 09.03.1990 
    Es gibt drei Möglichkeiten:
    1. Migräne mit schweren körperlichen Begleiterscheinungen (Migraine Accompragnie)
    2. MS 
    3. beides ... HA HA HA !
    Druckempfindlichkeit der Augen
  • 12.03.1990 Burnfield, Alexander - Multiple Sklerose: ein Erfahrungsbericht, Stuttgart/ New York 1988 fertig gelesen.
  • 16.03.1990 Sachs, Oliver: Migräne, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1985 angefangen
  • 21.03.1990 Buch über Migräne beendet
  • 09.04.1990 beim Kollegen Stephan, der uns (mir und Kollegin) die Karten legte!
    [Anm.: das ist eine kleine Nebenepisode. Er las aus den Karten, dass das mit der Krankheit nichts Schlimmes sei und dass ich die Liebe meines Lebens an einem großen Gebäude treffen werde.]
  • 27.04.1990 ab 14.00 unterwegs gen DA-Eberstadt, Heidelberger Str. 379
    SAUER ! Städtische Kliniken Eberstadt
    KRANKENHAUS -> nichts Negatives
    [Anm.: das war dieses SSEP und VEP, vor dem ich so Angst hatte. Stellte sich heraus, tat nicht weh, was nur komisch]
  • 31.05.1990 9.30 Langen Neurologin - umsonst 
  • 13.08.1990 Neurologin -> Verlängerung Wartezeit von ca 1h -> Termine im September
  • 04.09.1990 10.00 Neurologin
  • 07.09.1990 11.15 Termin Neurologin
  • 17.09.1990 10.00 Neurologin; schon um 9.30 dran
  • 20.09.1990 11.00 Termin Neurologin  -> ca. 12.00
Das waren also meine Erlebnisse zum ersten Schub im Jahr 1990. Am Ende bin ich mit der Neurologin - aufgrund der negativ beschiedenen Diagnostik - dahin gehend verblieben, dass es wohl eine heftige Migräne mit großen Auren sei.
Nunja, im Prinzip habe ich mein ganzes Leben mit dem Thema Nerven, Kopf und Körper eine Irritation der gesundheitlichen Art, davon mag eine andere Geschichte erzählen.

Und nun ein kurzer Vorschau auf Teil 2 von Multiple Sklerose annehmen:
  • 21.06.2017 MS-Ambulanz Sana Offenbach [Anm.: ich bekomme offiziell die Diagnose Multiple Sklerose]

Dienstag, 20. Oktober 2020

Samira berichtet von 2,5 Jahren Coimbra-Protokoll

Header-Spruch

 Bis heute 20.10.2020 war dieser Spruch im Header:

Sie sind nie zu alt, um sich ein anderes Ziel zu setzen oder einen neuen Traum zu träumen. - C.S. Lewis

Update:

Bis 27.10.2020 war dieser Spruch im Header:

 


Sonntag, 11. Oktober 2020

Gehhilfe oder Laufen

Eine Woche konnte ich nicht laufen, weil ich mich nicht um das Stressmanagement meiner Therapie gekümmert hatte. Lud mir selbst im Hobby noch mehr Stress ins Leben. Aber die Therapie funktioniert. Hab für eine Woche das Vitamin D erhöht und kann nun wieder laufen. Gut ist zwar noch anders, aber es wird. Bin heute eine kleine Runde getrottet. Die Gehhilfen können weggeräumt werden. 


Samstag, 10. Oktober 2020

Twitter-Episode abgeschlossen

Schon komisch. Drei Tage - seit Mittwoch dieser Woche - feierte ich meinen Twitter-Abschied. Es haben leider nicht alle mitbekommen, dass ich es ernst meinte. Es ist auch sehr traurig, dass es Twitter sehr ernst meint, heißt, nach dem Deaktivieren (ich tat es heute um 12:01) ist definitiv alles weg - Tweets, Follower alles weg. Es ist kein Auf-Eis-Legen, es ist endgültig. Eine Rückkehr würde einen absoluten Neuanfang bedeuten. 





Ich hatte 11 Jahre Spaß auf Twitter. Gegen Ende leider weniger. Es wurde eher suchtartig. Konnte es nicht lassen. Es schenkte keine Freizeit, sondern es stahl mir Zeit. Und Positives nahm ich auch noch kaum wahr, sah nur noch die Beeinträchtigungen: rechte Polizisten, die Welt vor dem Abgrund (Fridays for Future, die darauf hinweisen), Frauen, die ihren Job verlieren, wenn sie sagen, dass es nur zwei Geschlechter gibt und Lesben, die bedrängt werden, einen "female Dick" (weiblichen Schwanz) zu akzeptieren. (Ich akzeptiere einen "weiblichen" Schwanz nur bei Katze, Hund, Ratte, Taube, Rabe ... ihr seht das Bild.) 

Ich mutierte zur "Retterin der Welt", die ich nicht sein konnte. (Vielleicht leide ich doch mehr an einem Helferinnen-Syndrom als ich es wahrhaben wollte.) Die Multiple Sklerose zeigte mir, wo der Hammer hängt: eine Woche konnte ich nicht richtig laufen, ich bin immer noch im Schub. Nur die Reduzierung meines Stressaufkommens wird hier wieder zur körperlichen Normalität führen. Wenn ich Glück habe, bleibt kaum etwas zurück. Wenn ich Pech habe hoffentlich nur ein bisschen.

Jetzt bleibt nur noch die Erinnerung. Denn Tweets halten nicht für ewig. 


Ein Strichpunkt zögert das ungewisse Ende hinaus, ein Doppelpunkt zeigt Positionen auf, ein Punkt verbindet Zusammengehöriges… Ein Schlußpunkt ist die Chance für einen Neubeginn.

© Peter Sereinigg

(*1955), österreichischer Unternehmensberater und Lehrender an Hochschulen
Quelle: aphorismen.de

 



Dienstag, 29. September 2020

Weltweit erste Daten zu Vitamin D Hochdosistherapie "Coimbra Protokoll" - Vortrag von Dr. Dirk Lemke

Zu den Videos wird folgendes mitgeteilt:

In diesem Vortrag von Dr. med. Dirk Lemke geht es um das Coimbra-Protokoll bei Autoimmunerkrankungen. Das Coimbra-Protokoll ist eine ärztlich begleitete Therapie von Autoimmunerkrankungen in Form einer Hochdosis-Vitamin-D-Therapie. Er zeigt die weltweit allerersten Daten von Ansprechraten betroffener Patienten mit einer Vitamin-D-Hochdosis Therapie.


Mittwoch, 22. Juli 2020

Blick auf den Zustand

Spannend wie unterschiedlich die Blicke auf diese Diagnose Multiple Sklerose sind.
Bei mir kämpft mein Körper nicht gegen mich. Ich habe auf Sven Böttchers Anraten in seinem Buch, visualisiert, wie ich die MS sehe. Dabei herausgekommen sind Wachhunde, die auf mich aufpassen. Aber sie sind derzeit am Verhungern und suchen sich ihr Futter.
Diese Hunde machen also nichts falsch, sondern sind nur aufgrund ihrer Mangelernährung fehlgeleitet.

Gedanken wurden inspiriert durch #msfighter – wer gegen wen?!

Freitag, 3. Juli 2020

Warum ich Twitter minimiere.
Re­s­pek­ti­ve, es keinen Spaß mehr macht.

Freitag, 22. Mai 2020

Unabhängige Informationen

Es ist echt schwer, Pharma-unabhängige Information zu finden und die für sich richtige Entscheidung zu treffen.

Ich habe offline nach meiner Diagnose ganz viele Bücher gelesen von Menschen, die ohne MS-Medikamente ihren Weg gingen. Sonja Wierk und Sven Böttcher waren u.a. auch dabei. Von dort aus habe ich dann im Internet gesucht und bin den Vitamin D-Krümeln gefolgt.

Schrott war, dass ich ganz zu Beginn meiner Diagnosefindung dem Begriff DMSG-Zertifzierung bei der Neurologie aufgesessen bin. So bin ich bei einer Ärztin gelandet, die nicht für Alternativen offen ist. Werde dort nicht mehr hingehen.

Samstag, 23. November 2019

Mein MultipleSklerose-ABC

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Freitag, 28. Juni 2019

Ein Neurochirurg an MS erkrankt spricht über das Coimbra-Protokoll


Freitag, 21. Juni 2019

Gehirnzellen wachsen nach

Dienstag, 21. Mai 2019

Tag 5 und nach dem Krankenhaus 2017


Am Ende lief es dann ganz schnell, so dass ich erst am Sonntag dazu kam, das Geschehen von Freitag und Samstag Revue passieren zu lassen.

21.05.2017 
Dann ging alles ganz schnell. Am Freitag plötzlich morgens das MRT. Ich bin hochgradig klaustrophobisch. Die LMAA-Tablette hatte bei mir natürlich nicht funktioniert. Ein Mann, der neben mir in seinem Krankenbett lag, berichtete von seinem Leid mit der Röhre: das sei wie im Grab liegen. Die Tablette hätte bei ihm am Vortag nicht funktioniert. Deshalb würde er heute mit Spritze da rein gehen. 
Als die Schwester/ Fachkraft mich holen wollte, musste ich abwehren. Die Tablette zeigte so gar keine Wirkung. Heute kann ich ahnen, warum es dann so schnell ging mit der Spritze (Ich musste keinen Tag warten wie der arme Mann, bis die Entscheidung getroffen wurde, dass ich mit Spritze in die Röhre gehe.) – Tata, bin ja schon wieder Zuhause! 
Okay, die Spritze lief so schnell, ich habe nicht mitbekommen, was die an MRT gemacht hatten. Selbst, wie sie mich wieder auf’s Bett legten, weiß ich nicht. Als ich die Medizinleute kurz wahrnahm an der Röhre, wurde mir gleich gesagt, alles fertig. Keine Ahnung, was ich gesagt habe. 
Ich schlief im Zimmer als meine Frau zu Besuch kam. Da war ich wohl auch noch auf Notprogramm: Freute mich über das mitgebrachte Handy und redete über die alte Frau, die endlich ihren Reha-Platz beziehen konnte und die so anstrengend für die Umwelt war. Wir gingen runter in die Cafeteria und aßen sogar Kuchen zusammen. Ich packte ihr einen Haufen Zucker und Kondensmilch dazu, so berichtete es mir meine Frau. Ich erinnere das nicht, war wohl immer noch leicht betäubt. 
Die Nacht lief gut. Ich schlief einigermaßen gut. Am nächsten Tag(Samstag) überraschte mich die Schwester damit, dass ich wieder gehen könne, der Arztbrief sei geschrieben. Kein Arzt hatte am Freitag mit mir geredet. Was es ist, wie es weitergeht. 

Eine Nummer im System, die schnellstmöglichst wieder raus soll. Da steht nun wieder der Verdacht auf MS. Der Begriff ist länger geworden, aber der Inhalt ist gleichgeblieben. Von daher, da hat sich nichts geändert. Ich habe keine Diagnose, nur den Verdacht auf MS. Aber ich habe in den Ordner reingeschaut. Mit meinen Nerven ist einiges anders und durcheinander geraten. Mal schauen, dass ich diese Akte zu fassen bekomme. Weil deren Ansagen sind etwas anderes als tatsächlich die Originalauswertung zu sehen. Das will ich meinen zukünftigen Ärzten schon gönnen. Hm. Mal sehen.

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Sonntag, 19. Mai 2019

Tag 4 Krankenhaus 2017

Es wird grüblerischer am Freitagmorgen.


19.05.2017
Immer noch im Krankenhaus. Gestern EEG gestartet: Schachbrettmuster für die Augen (Brille hatte ich natürlich nicht dabei), mehr Elektroden in den Kopf für Stromleitungen zu Daumen und Füßen. Dann wurde ich mit Magnetstößen geprüft. Ergebnis erhalten dann die Ärzte. Das Grandiose zuvor war, dass der Pfleger M. mich ins Erdgeschoss schickte und nur meinte, Leitstelle 1. Ich war schon etwas genervt. Stellte sich heraus, dass es im ersten Stock war. Und EEG steht nur ganz klein an einer Tür. Überall ganz groß EKG. Das war dreist. Dann ebenfalls gestern vor dem Mittagessen kommt Ärztin rein und meint in 5 Minuten würde die Lumbalpunktion gemacht. Ich fragte verwirrt, aber MRT sei auch noch geplant, ich müsse doch liegen nach der LP. Da würde dann geschoben. (Okay, so sehr geschoben, dass MRT gestern nicht stattfand). Okay, LP also hinter mir. Ich habe 5 Flaschen Wasser gesüffelt. Trinken, trinken und wenn kein Durst vorhanden, dann noch ein Schluck mehr. Ich hab’s überstanden. Hab mir von meiner Schwester noch die Trinktipps geben lassen. Sie ist auch aufgeregt darüber, dass alles so langsam läuft bei mir. ... 
Im Radio HR1 höre ich den Rest des Zuspruchs: Labyrinth und Irrgarten. Ein Labyrinth habe ein Ziel, während im Irrgarten nur Disziplin, Ordnung etc. gefragt sei. Hatte etwas Tröstliches die Ansprache. 
Mal sehen, ob das MRT heute kommt und ob ich am Montag die Antwort erhalte, was ich habe oder nicht habe. Auf jeden Fall will ich die Braunüle entfernt wissen. Die wird gar nicht genutzt und fängt an, weh zu tun. 
Ich höre derzeit Radio HR3. Ein bisschen Leben mitbekommen. Ich bin hier im Krankenhaus so aus der Zeit gefallen. Zwar habe ich jetzt herausgefunden, wie ich die Uhrzeit erfahre. Aber die Tage fließen so ineinander über. Die Bettnachbarin kommt endlich in eine Reha. 74 Jahre, Schlaganfall, will sie noch das Leben bestimmen. Sie ist dabei etwas anstrengend, weil sie sich so in Nebenschauplätzen verliert, anstatt auf das Wichtige zu schauen: mobiler werden. Das wird sie nämlich, konnte ich bei ihrer Krankengymnastik sehen, aber da es noch nicht perfekt ist, sieht sie den Erfolg nicht.
Sich im Krankenhaus gesund ernähren ist nicht einfach. Krankenhaus, der Ort, an dem Geduld gelernt werden muss. Krankenhaus, ein Ort der Heilung. Krankenhaus, ein Ort des Profits, der Effizienz, des Durchreichens. Willkommen im 21. Jahrhundert. Menschen sind der Pflege nicht mehr wert. Nur noch die produktiven Menschen werden wieder hergestellt. Menschlichkeit ist im Laufe der letzten 30 Jahre in D-Land verloren gegangen. Aber „wir“ sind Exportweltmeister. Das ist schon mal was!

* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Samstag, 18. Mai 2019

Tag 3 Krankenhaus 2017

Es ist schon Donnerstag. Und bisher nur den Rhythmus des Krankenhauses mitgenommen.


18. Mai 2017
Heute soll dann mein großer Tag sein. Bin gespannt. Weil, das hieß es für gestern auch. MRT und LP heute an einem Tag. Ich bin begeistert. Mal sehen, ob ich dann morgen schon Ergebnisse bekomme. Ob ich glühe wie ein Weihnachtsbaum im MRT. Bin gespannt. Irgendwas habe ich. Ich weiß nur noch nicht was. Nein. Das weiß ich nicht. Und auf dem Weg der Erkenntnis muss ich leider ein paar Hürden nehmen. Unangenehme Hürden. ... Okay. Die Nacht so mäßig geschlafen OHNE Schlaftablette, aber mit Ohrstöpsel. Ich habe mich an die Krankenhausgeräusche etwas gewöhnt. Ein bisschen spüre ich auch den Rhythmus. Ich habe Angst. Aber es hilft ja nix. Da muss ich JETZT durch. Jetzt, heute. Durch. Und dann mal sehen. MS oder nicht, das ist hier die Frage. So. Augenklappen darf ich für nachher nicht vergessen. Muss ich besorgen.
Was für ein Durcheinander! Um 11.00 Uhr habe ich einen Termin wegen Gehirnströme messen. Virtuell habe ich einen Termin wegen MRT. Für diese Untersuchung muss ich eine Tablette zu mir nehmen, weil ich schwerst Angstpatientin bin. Ist das MRT am Vormittag, vor dieser Gehirnstrommessung oder hinterher? Weil, wenn es vorher ist, welchen Wert hat die Gehirnstrommessung unter Drogeneinfluss? Das Zeitmanagement dieses Krankenhauses ist gerade unter aller Sau. Nicht schön. Und nicht gut. Okay 11 Uhr ist schon mal ein feststehender Termin. MRT: da melden sie sich spontan, wenn es soweit ist. Das Medikament muss ich eine halbe Stunde zuvor einnehmen, damit es wirkt. Ich bin verwirrt.

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Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Freitag, 17. Mai 2019

Tag 2 Krankenhaus 2017

Viele Pläne für den Mittwoch, die sich dann aber doch nicht ereigneten.


17.05.2017
IDAHOBIT eigentlich. Heute immer noch im Krankenhaus. Ich bin dankbar, dass ich gestern so hartnäckig blieb wegen der Schlaftablette. So hatte ich wenigstens ab 22.00 Uhr einen Lift in das Reich der „Träume“. Bin zwar dann auch früh aufgewacht, aber es waren ungefähr 6 Stunden Schlaf. Die wirken beruhigend. Gestern war mein Blutdruck bei 155, heute hat er wieder seinen Standard bei 110. Mein Körper ist immer noch im Panikzustand. Wie bei einem wilden Tier zittern alle Muskeln. Ich weiß NICHT, was vor mir liegt, ... . Mal sehen. 
S., Oberarzt und K.. Und ich bekomme die Lumbalpunktion HEUTE Nachmittag. Ich würd’ lachen, wenn sich herausstellt, dass es wieder „nur“ Migräne, respektive MS nicht, festgestellt werden kann. Was dann? Wie behindert bin ich, was stört mich? Morgen wird das Ergebnis des Liquidwassers da sein. MRT wird auch noch gemacht, da bekomme ich dann die Leck-mich-am-A...-Tabletten. Aber nicht heute. Nicht für die LP. Ich Arme, ich.

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Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Donnerstag, 16. Mai 2019

Tag 1 Krankenhaus 2017

Damals. Vor zwei Jahren an einem Dienstag.

16. Mai 2017
Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist. So gegen 8 Uhr abends könnte es sein. Ich habe im Krankenhaus nur den Notempfang mitgemacht. Zu mehr ist es nicht gekommen, obwohl es immer wieder hieß, gleich käme Arzt zum Empfangsgespräch. Ich habe eine Braunüle am rechten Arm. Wie toll!
Ich bin hundemüde und immer noch am Zittern wie verrückt. Natürlich habe ich einen erhöhten Puls. Für meine Panik bekomme ich nichts. Ich hoffe, ich krieg etwas für’s MRT und die LP. ... 
Gestern Nacht und vorgestern NICHT schlafen können. Ich weiß nicht, wie es heute werden wird. Die erste Nacht im Krankenhaus in Offenbach. Es tat gut, dass meine Familie da war. Die Unterstützung hat mich getragen, auch wenn leider noch gar keine Untersuchung gemacht wurde. Bin gespannt auf morgen. Morgen. Gut. Die Sache läuft. Ob ich diesen Drink versuche, wenn ich schon keine Beruhigungstablette bekomme? Der Drink schmeckt ein bisschen bitter. Ich zitter. Leider immer noch. Müde bin ich. Müde von dem allen. Müde. Müde. LP ist definitiv das Ziel. MRT wäre fein. Ich habe einen Bluthochdruck zur Zeit, weil der Körper nicht zur Ruhe kommt. Nicht zur Ruhe. Obwohl ich so müde bin. 
Morgen. Mal sehen. 
* * *

Dies sind die direkten Tagebucheinträge zu meinem Krankenhausaufenthalt. Hier kann nachgelesen werden, wie meine Geschichte mit der Diagnose-Findung Multiple Sklerose ablief:

Montag, 16. April 2018

Meine Tweets zum Kongress für menschliche Medizin

Mittwoch, 28. Februar 2018

Brainstorming: MS, Ärzte und das in 1990

Vor 28 Jahren begann ein unleidliches Thema.

27. Feb. 1990
Ausruhen? Was ist das?
Wasser läuft in die Badewanne. Der Kater hat sich mit an den Tisch gesetzt. Und ruft meine Aufmerksamkeit an, damit ich ihn kraule. Er schnurrt andeutungsweise und schließt ein wenig die Augen.
Augen! Heute wird der nächste Arzt (sic!) aufgesucht. Diesmal werden meine Seelenleuchter untersucht und auch nichts Rechtes gefunden.
Manchmal habe ich den Eindruck, meine Nervensache ist psychosomatisch verursacht. Den Anstoß gab mir G. am Freitag bei unserem Marathongespräch.
Heißes Wasser, ich vergaß es fast. Noch den Kaffee beenden, meine Füße kühlen aus. Was für eine Unlogik und ich habe Angst um meinen Geist!
Aber jetzt noch kann ich all meine Erinnerungsarbeit einsetzen. Noch. Lernen ist schwierig geworden. Ich kann mich nicht konzentrieren.
Jetzt will ich eigentlich nur Baden, deshalb bin ich nicht konzentriert. Dafür gibt es einen Grund. Bah. ca. 9:33 Uhr -> Die Uhr geht ein paar Minuten vor.

(...)
21:38 Diese liebe Ärzteschaft dachte an MS als ich im Dezember 1988 (Anm. 2018: oder war es 1987 oder 1989?) auftauchte. Heute nachdem mir der S. das mitteilte, konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Wieviel Zeit mir da noch bliebe?
Und auch als er an meinen Augen keinen derartigen Befund fand, fühlte er sich immer noch dazu veranlaßt mir zu beteuern, daß dies keine allgemeine Aussage ist, sondern nur seinen speziellen Bereich angeht. Na... Und am Ende, wenn ich alle Ärztinnen abgeklappert habe, wird sich herausstellen, daß ich an einer verschärften Form der Migräne leide. Lauscht meinen Worten.
Aber jetzt ist immer noch Angst angesagt. Und wenn die medizinische Fakultät mich nicht bald am Prozeß teilnehmen läßt, raste ich noch aus. Nicht ein... nein, eingeschnappt bin ich dann.



28.02.1990

Anm. 2018: Vormittags hatte ich in Langen einen Termin bei der Neurologin wahrgenommen.)

19.00 Uhr im Bus nach Ffm.
Ich werde diese Untersuchungsmethode nicht los: SSEP und VEP. Nicht schmerzthaft soll alles sein, aber es sollen meine Nerven untersucht werden. Toll.
(...)
Sensitive Störungen in der Unterlippe, quatsch. Es bizzelt ein bißchen. (...) 19:20

Der letzte Bus nach Urberach (fährt um 22.45), ich sitze drin. (...) (I)ch habe ein Prickeln in der unteren Lippe, immer noch. Und auch die linke Hand kribbelt ab und an an verschiedenen Stellen.

Es ist so lange her und doch so nah.

Montag, 19. Februar 2018

Es jährt sich: Der zweite Schub

Heute vor einem Jahr auf Twitter vermelden können:



Danach folgte ein bemerkens-wertes Jahr mit sehr vielen Downs (Verdacht auf MS, Nerven-Zusammenbruch, Diagnose MS). Tiefen, sehr tiefen Downs.
Und Ups, die derzeit recht volatil ihrer sprunghaften Wege gehen.